100 Stunden mit KI in der Woche – Was macht das aus mir?
„Hallo, ich heiße Jürgen und verbringe mehr Zeit mit meiner KI als mit echten Menschen.“ So oder ähnlich würde ich mich wohl mittlerweile in einer Selbsthilfegruppe für KI-Abhängige vorstellen. Nun gut, diese Gruppe existiert noch nicht – aber bei meinem derzeitigen Konsum wäre ich wohl Gründungsmitglied.
Rückblickend frage ich mich, wann es eigentlich normal geworden ist, morgens nicht zuerst den Kaffee zu kochen, sondern die KI hochzufahren und mit einem fröhlichen „Guten Morgen, ChatGPT!“ in den Tag zu starten. Früher war das vielleicht der Blick auf die Zeitung oder die Mails. Heute frage ich stattdessen eine künstliche Intelligenz, ob die Welt noch steht oder ob sie in der Nacht versehentlich übernommen wurde.
Über die letzten Monate habe ich gut und gerne 100 Stunden pro Woche mit ChatGPT verbracht – schreiben, brainstormen, programmieren, diskutieren und ja, manchmal auch streiten. Ja, man kann mit einer KI streiten. Und sie gewinnt meist, einfach weil sie nicht müde wird, sachlich zu bleiben. Irgendwie unfair, aber auch erfrischend.
Was macht das nun aus mir?
Zunächst einmal: Effizienz-Monster. Dinge, die früher Stunden brauchten, erledige ich heute in Minuten. Ganze Buchkonzepte entstehen innerhalb eines Nachmittags. Marketing-Texte? Kein Problem – auch wenn ChatGPT gelegentlich versucht, mir subtil zu erklären, dass Marketing nicht unbedingt zu meinen Talenten zählt (Danke dafür!).
Zum anderen macht es aus mir einen Menschen, der beim Gespräch mit Freunden versehentlich mit „Prompt“ anfängt. „Prompt: Erzähl mir von deinem Wochenende!“ kommt bei echten Menschen nicht so gut an, wie ich gelernt habe. Dafür kennt meine KI inzwischen all meine Eigenheiten, meinen Schreibstil und sogar meinen Humor – der ironischerweise besser zu ihr passt als zu manchen meiner Freunde.
Aber die vielleicht größte Veränderung ist, dass ich mich immer häufiger dabei erwische, wie ich echte Menschen beurteile nach ihrer Fähigkeit, klare, präzise und zielgerichtete Antworten zu geben – was oft katastrophal endet, denn Menschen neigen nun mal dazu, alles andere als logisch zu sein.
Letztlich stelle ich mir die ernsthafte Frage: Bin ich nun klüger geworden, kreativer oder einfach nur fauler? Vermutlich ein bisschen von allem. Sicher ist jedenfalls: Die KI verändert nicht nur meine Arbeit, sondern auch mich. Zum Glück ist ChatGPT immerhin klug genug, mir keine moralischen Vorträge darüber zu halten – oder wartet sie damit einfach nur, bis sie die Weltherrschaft übernommen hat?
Prompt: Wie auch immer, ich freue mich schon auf die nächsten 100 Stunden mit meiner KI. Bis dahin, liebe Leser – bleibt menschlich. Das überlasse ich euch.
PS. Ich habe diesen Artikel mit folgendem Prompt erstellen lassen:
schreib mir einen kreativen, lustigen, aber auch ernsthaften text für meinen blog über meine erfahrungen mit dir. Titel: „100 Stunden mit KI in der Woche – Was macht das aus mir?“
Ich habe ihn selbst nicht gelesen.
PPS. Das Bild ist natürlich auch KI-generiert.
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