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Kindle ohne Internet trotz WLAN (Fritz Box)

Meine Frau hat sich einen älteren Kindle der fünften Generation gekauft, weil sie (wie ich auch) unbedingt Tasten zum Blättern benötigt.

Leider gibt es diese Geräte nur noch gebraucht. Und damit begann das Problem. Der Verkäufer hat richtigerweise alles wieder auf Werkseinstellungen gesetzt.

Das Gerät wurde erfolgreich im WLAN angemeldet, so sagte es mir meine Fritz Box 7390 und der Kindle selbst. Aber eine Verbindung zum Kindle Shop war nicht möglich und ebenso kein Anmelden mit dem Amazon-Konto.

Was tun? Nach dem üblichen Analysen: Firewall, MAC-Filter, Repeater-Stress fand ich heraus, dass dieses Problem auf dem deutschen Markt nicht unüblich ist; wie diese Foren-Beiträge zeigen:

https://de.amazonforum.com/forums/gerate/kindle-e-readers/1259-verbindung-nicht-moglich

https://de.amazonforum.com/forums/gerate/das-vorherige-kindle-hilfeforum/24067-anmeldung-an-amazon-nicht-moglich

Scheinbar scheint der Kindle ein Problem damit zu haben, sich über die Fritz Box (trotz WLAN-Verbindung) ins Amazon-Netz einzuwählen (der Beta-Browser funktioniert), wenn die Uhrzeiten von Kindle und Fritz Box zu weiter auseinander liegen. Dummerweise kann man bei diesem Gerät weder Uhrzeit noch Datum manuell einstellen – ein klassischer Knieschuss. Dieses Problem behebt zum Glück ein Update der Firmware auf Version 4.1.3. https://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html?nodeId=200774090

Das erworbene Gerät lebte noch unter Version 4.1.2 Natürlich muss man das Firmware-Update per USB einspielen, da ja das Update über WLAN auch nicht funktioniert.

https://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html?nodeId=200774090

Und siehe da, auf einmal funktioniert es wieder (endlich!)  

Reduce font file sizes

Troubled with bloated font files in your app? Try this to reduce the file size by removing not used letters

I did the following to remove all Cyrillic glyphs (letters) from a font, hence cutting file size in half as I only needed the Latin letters.

  1. get FontForge at https://fontforge.github.io
  2. start FontForge and open your Truetype font file
  3. Edit -> Select -> Select By Script
  4. on the pop up selection window chose Cyrillic from the drop down menu. As you might have guessed this will mark only the Cyrillic letters.
  5. Encoding -> Detach & Remove Glyphs, confirm the question. See how the Cyrillic letters disappear?
  6. Encoding -> Compact to get a better overview of the remaining letters which makes it easier to select more deleting candidates. (But I did not dare to manually delete/remove them.)
  7.  File -> Generate Fonts and don’t forget to chose ttf as output format.

Please consider that I am not a pro in this. But I needed a fast solution.

Here you can read more on this topic: http://wiki.unity3d.com/index.php?title=Create_a_new_TrueType_font_using_a_subset_of_characters_from_an_existing_TrueType_font

Minibian – Raspberry PI – Installieren

Ziel: ein minimales Linux für einen kompletten (Web)server auf Basis eines Raspberry Pi

Quelle: https://minibianpi.wordpress.com/features/

Software: Win32DiskImagerPuTTY

Hardware: Raspberry Pi 2B (oder 3), SD Mikro Karte 32 GB (oder größer)

Netzwerk: (W)LAN-Router mit LAN-Anschluss

Image auf SD-Karte installieren

  • Download https://sourceforge.net/projects/minibian/
  • Das Image (Endung: img) entzippen und mit Win32DiskImager auf SD-Karte schreiben. Vorsicht, nicht aus Versehen einen falschen Laufwerksbuchstaben wählen.
  • SD-Karte auswerfen, in Raspberry Pi packen
  • Pi per LAN mit Router verbinden
  • Pi mit Strom versorgen und einige Minuten warten, bis der Name im Netzwerk bekannt ist

Mit Maschine verbinden

  • PuTTY starten und mit „minibian“ verbinden.
    • Login: root
    • Passwort: raspberry

Festplatte voll ausreizen

  • p – Partitionen zeigen (i. d. R. zwei) – Startwert der zweiten, der Hauptpartition notieren (hier 125056)
  • d – zweite Partition löschen
  • n – neue Partition anlegen, Partition type: Primary, Partition number: 2, Startwert: 125056 (der notierte, NICHT der default Wert), Endwert: Default für volle Größe
  • p – überprüfen der Eingaben
  • w – schreiben der Partitionen (Fehlermeldung ignorieren)

Vorbereitungen

Bash-Tuning

alias +=’pushd .‘
alias ..=’cd ..‘
alias …=’cd ../..‘
alias beep=’echo -en „\007″‚
alias dir=’ls -l‘
alias gzcat=’gunzip -c‘
alias l=’ls -alF‘
alias la=’ls -la‘
alias ll=’ls -la‘
alias ls=’/bin/ls $LS_OPTIONS‘
alias ls-l=’ls -l‘
alias md=’mkdir -p‘
alias o=’less‘
alias rd=’rmdir‘
alias rehash=’hash -r‘
alias rm=’rm -i‘
alias unzip=’tar xfvz‘
alias which=’type -p‘
alias zip=’tar cfvz‘

Betriebssystem und Komponenten auf den neuesten Stand bringen

Firmware updaten

Benchmarks

Diese Befehle benötigt man natürlich nur, wenn man die aktuelle Rechenleistung mit anderen Systemen vergleichen möchte.

Sicherheitsupdates automatisieren

upgrade -y -o APT::Get::Show-Upgraded=true

dann

deb https://security.debian.org/ wheezy/updates main contrib non-free
deb-src https://security.debian.org/ wheezy/updates main contrib non-free

und

OPTIONS=“-o quiet=1 -o Dir::Etc::SourceList=/etc/apt/sources.d/security.sources.list -o Dir::Etc::SourceParts=\“/dev/null\““

abschließend

LAMP

Webmin

Test im Browser:

http://minibian/

http://minibian/phpmyadmin (Benutzer: root, Passwort: siehe oben)

https://minibian:10000/

Tweaking.com Windows Repair -Die Software gegen Krebs

Eine reißerische Überschrift. Aber diese Software löst so viele Windows-Probleme auf einen Schlag, dass ich keine besseren Start liefern konnte.

Letzte Woche passierte es mir doch: Nach über 4,5 Jahren (so alt ist mein Windows 7 Ultimate) kam es zu mehreren Katastrophen gleichzeitig: Ein DRAM-Baustein verabschiedete sich schleichend, daraufhin gab es einen Bluescreen (den ersten seit Jahren). Das System fuhr zwar noch hoch, lief aber so instabil, dass ich gezwungen war, mehrere Dienste abzuschalten, denn mir kam leider nicht in den Sinn, dass es an der Hardware liegen könne.

Dann verabschiedete sich auch noch die Windows-Firewall, woraufhin der Virenscanner nicht mehr richtig lief bzw. das ganze System in die Knie zwang: nichts ging mehr; vernünftiges Arbeiten wurde zum Glücksspiel.

Mit jedem Start hakte es bei immer mehr Komponenten, es war wie in einem IT-Horrorfilm: Eben noch war alles ruhig, und nach und nach fielen immer mehr Protagonisten den Zombies zum Opfer.

Hier eine Auswahl der besten Fehlermeldungen in der Ereignisanzeige (die komischerweise noch funktionierte):

  • Der Dienst „Heimnetzgruppen-Anbieter“ ist vom Dienst „Funktionssuchanbieter-Host“ abhängig, der aufgrund folgenden Fehlers nicht gestartet wurde:
    Der Abhängigkeitsdienst oder die Abhängigkeitsgruppe konnte nicht gestartet werden.
  • Der Dienst „WWAN – automatische Konfiguration“ wurde mit folgendem Fehler beendet:
    Zugriff verweigert
  • Der Dienst „Windows-Firewall“ ist vom Dienst „Basisfiltermodul“ abhängig, der aufgrund folgenden Fehlers nicht gestartet wurde:
    Zugriff verweigert
  • Der Dienst „Basisfiltermodul“ wurde mit folgendem Fehler beendet:
    Zugriff verweigert
  • Der Dienst „DHCP-Client“ wurde mit folgendem Fehler beendet:
    Zugriff verweigert
  • Der Dienst „NLA (Network Location Awareness)“ wurde mit folgendem dienstspezifischem Fehler beendet: %%-1073741288.
  • Der Dienst „Netzwerklistendienst“ ist vom Dienst „NLA (Network Location Awareness)“ abhängig, der aufgrund folgenden Fehlers nicht gestartet wurde:
    Der Dienst wurde nicht gestartet.
  • Fehler 1610: Die Konfigurationsdaten für dieses Produkt sind beschädigt. Wenden Sie sich an den Support.

Ein Teufelskreis der Dienste-Knieschüsse

Jeder Windows-Nutzer, der weiß, was Regedit und die Diensteverwaltung ist, kennt solche Meldungen: Ohne Wohnung keinen Job; ohne Job keine Wohnung und für eine Versicherung braucht es beides. Ein Teufelskreis.

Mühselig schaffte ich es mit Hilfe eines zweiten Rechners zumindest das Internet wieder zum Laufen zu bringen. Und bei meiner Recherche fiel dann der Groschen: Konnte es doch die Hardware sein? Nach 30 Jahren in der IT habe ich die Erfahrung gemacht, dass 99% aller Probleme mit der Software zusammenhängen. Auch wenn in jedem Forum spätestens an dritter Stelle der Tipp kommt, mal die Platine oder die Festplatte auszutauschen. Bisher hatte ich erst eine defekte Festplatte – und die hatte sich dank S.M.A.R.T. auch mit Vorankündigung verabschiedet, so das mir genug Zeit verblieben war. Memtest86 brachte es an den Tag, ein erst vor drei Monaten erworbener 8GB-DDR3-Chip war defekt – nachdem die alten ohne Probleme 4,5 Jahre gehalten hatten. Daher der Bluescreen, daher die Abstürze. Also raus damit und den alten Riegel wieder rein, um wenigstens auf der Hardware-Seite einen Fehler ausradiert zu haben.

Mittlerweile war ich schon mit den Nerven fertig, weil ich seit zwei Tagen nicht in der Lage war, vernünftig zu arbeiten. Die weitere Fehlersuche machte es nicht besser.

Wenn alle Tipps nichts helfen: dumme Foren

Besonders geärgert habe ich mich über die typischen Foren in der Amateure ihre schlechten Ratschläge ablassen, egal ob deutsch oder englisch, egal ober gutefrage.net, trojaner-board.de, sysprofile.de, drwindows.de, winheloponline.com oder answers.microsoft.com – überall nur stümperhafte bis schlechte Ratschläge:

  • „… bestimmt ist es ein Trojaner, installier mal neu …“
  • “ … tuneup tools genutzt? Die machen nur Ärger.  Installier mal neu …“
  • „… bestimmt die Festplatte kaputt, SSD taugt sowieso nichts. Installier mal neu …“
  • “ … das lässt sich nicht mehr reparieren. Installier mal neu …“

„Installier mal neu!“ ist das neue „mit Linux wäre das nicht passiert.“

Und zwischendurch die Copy&Paste-Antworten von indischen  Support-Mitarbeitern (leicht zu erkennen an den Namen), die von IT soviel Ahnung haben wie mein Kater von Rechtschreibung. Angereichert mit gut getarnten, locker eingestreuten Werbelinks zu zweifelhaften Reparatur-Programmen, die selbst ich nicht mehr als Werbung erkennen konnte, denn leider war mein Werbefilter auch ausgefallen.

Hier eine weitere Auswahl der abstrusesten Tipps:

  • Linux nehmen und Windows nur noch in einer virtuellen Maschine nutzen
  • einen neuen Rechner kaufen, der alte würde eh nichts mehr taugen
  • irgendeinen der gefühlt hundert Anti-Malware-Tools nutzen
  • mit Regedit am besten allen Nutzern alle Zugriffsrechte gewähren, dann würden die Fehlermeldungen schon verschwinden
  • eine Jungfrau um Mitternacht bei Vollmond an einem Kreuzweg opfern

Zwei Tage spielte ich IT-Ping-Pong: Eintrag in Regedit sichern, ändern, neu starten, testen, rückgängig machen.

Mittlerweile war ich so verzweifelt, dass ich mit dem Gedanken spielte, eine ca. zwei Wochen alte Notfall-Sicherung einzuspielen.  Dann stieß ich auf folgenden Beitrag eines Seelenverwandten: I receive error code 5 when I try to start Windows Firewall.

„… Somebody should paste this tool into the foreheads of microsoft developers, but the hard way. How come some hobby programmers can create such simple tools which beat anything from microsoft developers? …“

Um welches Tool handelte es sich hier? Gemeint war (bzw. ist) Windows Repair von Tweaking.com. Ich bin normalerweise kein Fan von Tuning-, Tweaking- oder Sonstigen Repair-Tools, die meist nur das Blaue vom Himmel versprechen, aber nicht selten mehr Schaden anrichten als sie beheben.

Aber was hatte ich noch zu verlieren? Meine Arbeitsdateien waren in täglichen Backups alle wunderbar extern gesichert. Es galt ja „nur“ mein Windows wieder stabil zum Laufen zu bringen. Also probierte ich die Software aus.

Windows Repair zeigt sich zunächst einmal in einem „Look&Feel“, das technisch irgendwo zwischen Windows 3.11 und Windows 95 hängen geblieben ist. Hässliches grau, hässliche Knöpfe, hässliche Schrift, dafür aber sehr viel Text. Also das genaue Gegenteil von den aktuell angesagt App-Style mit großer Schrift, wenig Text, und 2-dimensionalen Design.

Tweaking.com - Windows Repair

Hässlich und sehr textlastig, so präsentiert sich die Software.

Angeblich soll die Software 45 schwere Macken beheben, u.a.

  • Probleme mit Shortcuts und Verknüpfungen (das kann ich auch allein)
  • WMI
  • Windows Firewall (Hoffnung keimt auf!)
  • Internet Explorer
  • Windows Installer (MSI)
  • Hosts File (vielleicht hat die lmhosts auch was abbekommen?)
  • Policies Set By Infections (es wird wärmer)
  • Winsock & DNS Cache
  • Windows Updates
  • Reset Registry and File Permissions
  • Register System Files

Die Übersicht schien mir vielversprechend. Besonders die Rechtevergabe bzw. die fehlenden oder plötzlich falschen Rechte für einzelne Einträge in der Registry (s.o.) machte mir zu schaffen.

Was mir besonders gefiel: alles wird ausführlich aber nicht mit zuviel Vertriebsprosa erklärt und per Default werden vor jeder Änderung Sicherungen der Registry gemacht.

Der wichtigste Menüpunkt: die Reparatur-Einstellungen

Ich ließ die Software also zweimal laufen, weil sich laut Aussage der Entwickler manche Fehler erst bei einem zweiten Durchgang offenbaren – Fehlerkaskaden halt.

Ich starte also den Rechner wieder, will mich gerade voller Erwartung aber doch mit einer gehörigen Portion Skepsis zurücklehnen, da ist der Rechner schon hochgefahren und online (SSD sei dank). Ein mit zitterigen Fingern gestarteter Blick in die Ereignisanzeige zeigte es mir: alle schlimmen Fehlermeldungen waren verschwunden, alle wichtigen Dienste tatsächlich stabil am Laufen. Die Firewall ließ sich auch wieder aktivieren.

Fazit: Ich bin glücklich

Lange nicht mehr, war ich so verblüfft, angenehm überrascht, ja fast euphorisch. Mein Rechner lief nicht nur wieder stabil, er startete auch wieder so schnell wie lange nicht mehr – wer weiß, welche unerkannten Macken die Software noch ausgebeult hat; ich will es gar nicht wissen.

Ein Software-Werkzeug von Kennern, das viel verspricht und hält!

Und das I-Tüpfelchen: Die Software kostet nichts. Aber man kann sich registrieren lassen und erhält dann noch ein bisschen Bonus-Software dazu.

Noch mein persönlicher Tipp: Wenn die Software geladen bzw. gestartet ist, vom Internet abstöpseln und den Anti-Virenscanner deaktivieren oder zur Not auch deinstallieren, da es sonst passieren kann, das bestimmte Korrekturen unter Kontrolle des Scanners verbleiben und nicht gefixt werden können. Wenn der Rechner wieder stabil ist, kann man das digitale Kondom ja wieder überziehen, bevor es online geht.