Windows 10 – Schmutzige Einstellungen deaktivieren

Im Laufe der Jahre ist Microsoft dazu übergegangen, Nutzer von Windows durch schmutzige Tricks auszuhorchen und (damit) an sich zu binden.

Hier eine Schnelllist, wie man die schmutzigsten Einstellungen wieder deaktiviert.

Downloads von anderen PCs nicht mehr zulassen

Microsoft macht Windows-Nutzer zu Update-Lieferanten, um eigene Server-Kapazität zu sparen. Wer keine Lust hat, Microsoft seine Bandbreite kostenlos zur Verfügung zu stellen, sollte das unterbinden:

  1. Einstellungen öffnen mit WIN-Taste+i
  2. Update & Sicherheit
  3. Links „Übermittlungsoptimierung“ wählen.
  4. Deaktivieren von „Downloads von anderen PCs zulassen“
Windows 10 - Downloads von anderen PCs nicht mehr zulassen

Synchronisierung privater Daten stoppen

Früher kam man auch über die Runden, ohne automatisch private Daten oder Passwörter im Hintergrund, automatisch (und unbemerkt) kreuz und quer durch die digitale Walachei zu schicken.

  1. Einstellungen öffnen mit WIN-Taste+i
  2. Konten
  3. Links „Einstellungen synchronisieren“ wählen.
  4. Hier am besten alles deaktivieren.
Windows 10 - Einstellungen nicht mehr synchronisieren

Personalisierte Werbung unterbinden

Microsoft verkauft personalisierte Werbung als Service am Kunden. In Wahrheit bedeutet es nichts anderes, als dass sie fleißig eure Daten an andere Datenkraken schicken. Wenn ihr also auf eurem Windows-Desktop über Bing z. B. nach Öko-Socken sucht, dann kann es gut sein, dass ihr in Kürze passende Öko-Socken-Werbung auf eurem Handy seht, während ihr gelangweilt durch Instagram scrollt.

  1. Einstellungen öffnen mit WIN-Taste+i
  2. Datenschutz
  3. Links „Allgemein“ wählen.
Windows - Werbe-ID deaktivieren

Apps nicht mehr im Hintergrund laufen lassen

Windows erlaubt es, Apps im Hintergrund (automatisch) laufen zu lassen, auch – und gerade – wenn ihr diese gar nicht gestartet habt. Wenn ihr also eine Benachrichtigung einer App in der Nachrichtenleiste erhaltet, dir ihr schon seit Monaten nicht mehr genutzt habt, dann wisst ihr jetzt, wieso.

Praktischerweise könnte ihr entweder für alle Apps das Starten im Hintergrund deaktivieren oder es für einzelne Apps zulassen. Ich habe es immer für alle deaktiviert.

  1. Einstellungen öffnen mit WIN-Taste+i
  2. Datenschutz
  3. Links „Hintergrund-Apps“ wählen.
Windows - Apps im Hintergrund laufen deaktivieren

Werbung aus dem Startmenü entfernen

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber in einem Produkt (Windows 10), das ich gekauft habe, möchte ich einfach keine Werbung sehen.

  1. Einstellungen öffnen mit WIN-Taste+i
  2. Personalisierung
  3. Links „Start“ wählen.
  4. Gelegentlich Vorschläge im Startmenü anzeigen“ deaktivieren.
Windows Werbung aus dem Startmenü entfernen

Cortana ausschalten

Ihr hasst die Vorstellung, mit eurem PC zu reden? Ich auch. Also deaktivieren wir Cortana möglichst schnell, damit sie gar nicht erst auf die Idee kommt, im Hintergrund unserer Stimme zu lauschen.

Dazu müssen zwei Einstellungen bearbeitet werden.

Schritt 1

  1. Einstellungen öffnen mit WIN-Taste+i
  2. Datenschutz
  3. Links „Spracherkennung“ wählen.
Windows - Cortana Spracherkennung deaktiveren

Schritt 2

  1. Einstellungen öffnen mit WIN-Taste+i
  2. Datenschutz
  3. Links „Freihand- & Eingabeanpassung“ wählen.
Windows - Freihand- und Eingabeanpassung deaktivieren

Benachrichtigungen einschränken

Nervt es euch auch so sehr, wenn alle paar Minuten Nachrichten in der Benachrichtigungsliste aufblinken und euch von der Arbeit ablenken?

  1. Einstellungen öffnen mit WIN-Taste+i
  2. System
  3. Links „Benachrichtigungen und Aktionen“ wählen.

Ich selbst lasse die wichtigsten Benachrichtigungen zu, aber nur für eine Auswahl an Apps.

Windows - Benachrichtigungen anpassen

Docker Container – Anlegen, Starten, Verändern

Hier zeige ich kurz und schnell auf, wie man Docker Container anlegt, startet und editiert.

Anmerkung: Ich nutze Windows 10 als Host und arbeite mit Docker Desktop und der Linuxumgebung für Windows namens WSL bzw. WSL2. Diese Befehle funktionieren aber selbstverständlich auch auf nativen Linux-Systemen.

Ein Image herunterladen

Docker Container sind selbstständig lauffähige Instanzen von Images, die editiert, dupliziert, getestet, verschickt oder (später) wieder entfernt werden können. Um also einen Container zu starten, muss man zunächst ein Image anlegen oder herunterladen. Dazu kann man etwa das Repository von docker.com, das Docker Hub, benutzen. (Später wird noch gezeigt, wie man Images selbst erstellen kann.) Das Image verbleibt als Blaupause dabei unverändert.

Im Online Docker Hub gibt es tausende verschiedener Images. Ich nutze hier das thematisch naheliegende Image „docker/getting-started“.

Wir geben in der Kommandozeile ein:

cd ~ # ab ins Homeverzeichnis
docker pull docker/getting-started

Folgendes sollte zu sehen sein:

docker pull docker/getting-started

Um zu überprüfen, welche Images in unserem lokalen Repository vorhanden sind, nutzen wir das Kommando docker images.

docker images
docker images

Den ersten Container erstellen

Nur erstellen wir unseren ersten einfachen Container.

Da es anfangs zu Missverständnissen führen kann, weil man fälschlicherweise die Befehle run und start als Synonyme versteht, muss ich auf den entscheidenden Unterschied hinweisen: run = Abkürzung für create + start

Daher macht

docker create <image_id>
docker start <container_id>

dasselbe wie

docker run <image_id>

Der Befehl run erzeugt also einen neuen Container von einem Image und startet ihn automatisch.

Wir gehen einmal Schritt für Schritt vor.

docker create -p 80:80 docker/getting-started # Container wird angelegt, aber nicht gestartet
docker ps -a # Auflistung der vorhandenen Container

Mit „-p 80:80“ werden die Ports 80 von Container und Gastsystem miteinander verbunden, das ist wichtig, um gleich per Browser auf den Container zugreifen zu können. Wie gewünscht und erwartet wurde ein neuer Container angelegt. Nun wollen wir diesen starten. (Wir können Container über deren automatisch generierten Namen ansprechen.)

docker start eloquent_haslett # Namen kann man leichter nutzen als IDs
docker ps -a # Kontrolle
docker start

Die IP des Containers ermitteln

Um die IP des gestarteten Containers zu ermitteln, müssen wir uns zunächst per Shell verbinden. Dies geschieht mit dem Befehl docker exec. Bei dem von Docker bevorzugten Alpine Linux liegt die Shell auf dem Pfad /bin/sh – andere Linux nutzen z.B. /bin/bash.

docker exec -u 0 -it eloquent_haslett /bin/sh
hostname -i # IP des Containers ausgeben
exit # Verbindung wieder trennen
docker exec

Exkurs: Die IP für Windows Systeme ermitteln

Sollte der Container auf einem Windows Host laufen, dann müssen wir die IP des Containers anders ermitteln.

Dazu müssen wir in der Windows-Konsole (nicht in Unix!) den Befehl ipconfig nutzen. Die IP findet sich dann unter dem Eintrag für den Ethernet-Adapter WSL.

Windows IP config für Docker

Der erste Aufruf eines Containers über den Browser

Wir können jetzt entweder den Container über die Adresse localhost (für Windows) oder über die ermittelte IP aufrufen.

http://localhost/ bzw. http://172.24.64.1 bzw. http://172.17.0.2 (für Linux-Hosts)

Docker Tutorial Container

Als Ergebnis erhalten wir das Tutorial, das auf dem Container läuft.

Somit hätten wir erfolgreich unseren ersten Container erstellt und gestartet.

Den Inhalt eines Containers manipulieren

Das ganze Handling mit Containern wäre nur der halbe Spaß, wenn man die Container nicht auch bearbeiten, sprich: Deren Inhalte nicht verändern könnte.

Dazu werden wir jetzt die Startseite des Tutorials ein wenig verändern.

Zuerst müssen wir uns wieder mit der Shell des Containers verbinden.

docker exec -u 0 -it eloquent_haslett /bin/sh

Auf dem Container-Linux ist leider nur vi als Editor installiert. Wer damit nicht klarkommt, sollte nano installieren.

apk update
apk add nano
Alpine Linux install Nano Editor

Mit Hilfe des Befehls find finden wir heraus, wo sich die HTML-Dateien des Tutorials befinden.

find / -name index.html #  Datei(en) suchen
nano /usr/share/nginx/html/tutorial/index.html # Datei editieren
Find index.html auf Alpine Docker Container

Im Editor suchen wir jetzt mit der Tastenkombination STRG+w nach dem String „<h1>“. Die Überschrift besteht aus dem Text „Getting Started“ wir ändern ihn in „Hallo, Welt!“. Dann bitte speichern und den Editor wieder verlassen.

Rufen wir die Seite im Browser neue auf, sollte folgende Änderung zu sehen sein:

Und natürlich sollte die Änderung auch permanent sein und nicht nach Neustart verschwunden sein.

exit # um die Shell des Containers zu verlassen, falls noch nicht geschehen
docker stop eloquent_haslett # Container stoppen
docker start eloquent_haslett # Container wieder starten

Und wenn wieder die Seite im Browser aufgerufen wird, sehen wir weiterhin die Änderung.

Der umgekehrte Weg: Image aus Container erstellen

Wenn wir nun aus dem geänderten Container ein eigenes Image erstellen wollen (um es bspw. in das Repository von Docker hochzuladen oder um es Kunden zum Testen zugänglich zu machen), wird der Befehl docker commit genutzt.

docker commit <container_id> <neue_image_bezeichnung:tag>

Praktischerweise sollten wir den neuen Namen mit einem Tag versehen, um eine Versionierung zu simulieren. Für unseren Fall also Folgendes:

docker commit eloquent_haslett docker/getting_started:edited
docker images # Kontrolle
Docker Container in Image umwandeln.

Wir sehen jetzt zwei Images, das ursprüngliche, welches wir aus dem Docker Hub geladen haben und das neue mit der Hallo-Welt-Überschrift im Tutorial.

Python für Windows mit VSCodium

Tutorial für eine einfache Entwicklungsumgebung

Auf https://www.python.org/downloads/windows/ befinden sich die Downloads, um den Python-Interpreter auf Windows zu installieren.

Wir nehmen die aktuellste Version (3.10.4 für 64-bit) am besten gleich in der Installer-Version.

Auswahl des Python-Installer für Windows

Wir fügen Python auf dem Windows-Pfad hinzu, also mit den Pfeil setzen. Ansonsten können die Default-Einstellungen übernommen werden.

Python installieren
Python-Installation Einstellungen

Wer mehr Information benötigt, dem sei diese ausführliche Seite auf python.org empfohlen: https://docs.python.org/3.10/using/windows.html

PowerShell installieren und nutzen

Normalerweise wird die PowerShell (als besserer Ersatz für die Kommandozeile cmd) immer schon mit Windows installiert. Solltet ihr sie deinstalliert haben, könnt ihr sie leicht wieder zurückinstallieren. Es kann auch nicht schaden, die neuete Version zu installieren. Das Paket dazu findet sich hier: https://docs.microsoft.com/…

In der PowerShell (oder, wenn man die nicht mag, in der Kommandozeile) prüfen wir, ob Python installiert ist

Python --version
Python mit VSCodium
Python ist erfolgreich installiert.

Mit dem Befehlt python starten wir den Interpreter. Dass der Interpreter läuft, erkennt man am Prompt „>>>“.

Python mit VSCodium
Der Python-Interpreter ist gestartet.

Mit quit() kann man den Interpreter wieder verlassen.

Python mit VSCodium

Entwicklungsstudio VSCodium

Natürlich könnte man jetzt auch mit einem simplen Text-Editor arbeiten. Aber das wäre bei einem komplexen Framework wie Python sehr mühselig.

Daher installieren wir uns auf unserem Windows-Rechner den von mir favorisierten Editor VSCodium. VSCodium ist die OpenSource Alternative zu Visual Studio Code von Microsoft und ähnelt diesem komplett, bis auf die Tatsache, dass keine Nutzungsdaten an Microsoft sendet.

Für meine Windows-Version nutze ich: https://github.com/VSCodium/vscodium/releases/download/1.63.2/VSCodium-x64-1.63.2.msi

Python mit VSCodium
VSCodium nach dem ersten Start

Was wir vorhin zum Test in der PowerShell eingegeben haben, können wir jetzt selbstverständlich auch im eingebauten Terminal von VSCodium eingeben.

Python mit VSCodium
Terminal on VSCodium

Es gibt einige Erweiterungen (Extensions) für VSCodium, die wir uns noch installieren sollten. Das geht ganz einfacher über den eingebauten Extension Marktplatz.

Python mit VSCodium

Folgende Erweiterungen werden benötigt bzw. sind empfehlenswert:

  • Python (Anmerkungen weiter unten beachten)
  • Python Indent
  • Python Test Explorer

Wenn man die Python-Extension installiert, wird man gefragt, ob man Python installieren oder eine vorhandene Installation nutzen will.

Python mit VSCodium

Wenn alles geklappt hat, wird unten links im Editor die aktuelle Python-Version ausgegeben.

Optional: GitHub

GitHub ist die aktuell wichtigste Software für Versionsverwaltung. Im Grunde kann es nicht schade, sich damit auszukennen, da man bei richtigen Projekten früher oder später damit konfrontiert wird.

Die aktuellste Version erhält man hier: https://git-scm.com/download/win

GitHub laden
GitHub für Windows

GitHub kann für unsere Bedürfnisse ganz einfach per Default installiert werden.

„Hallo, Welt“-Beispiel

Wir legen mit STRG+N (oder per Menübefehl) erstmalig eine neue Python-Datei an.

Python mit VSCodium
Python mit VSCodium, eine neue Datei

Als Typ wählen wir natürlich „Python File“ aus.

Im Editor geben wir jetzt folgende, einzelne Zeile ein:

print("Hallo, Welt!")
Python mit VSCodium
Die erste Zeile Code

Nun wählen wir auf der linken Leiste den Punkt „Run and Debug“ aus und klicken auf die nun erscheinende Schaltfläche gleiche namens.

Python and VSCodium, Run and Debug
Debug, 1. Schritt

Sollten wir die Datei bisher noch nicht gespeichert haben, werden wir nun dazu aufgefordert. Praktischerweise solltet ihr euch dafür auch gleich einen Extra-Ordner anlegen, um (später) mit der Versionsverwaltung von GitHub arbeiten zu können.

Haben wir alles richtig gemacht, dann sollten wir im Terminal von VSCodium nun die Ausgabe „Hallo, Welt!“ sehen.

Python and VSCodium, Run and Debug
Debug, 2. Schritt

Versionsverwaltung mit GitHub

Um nun die Versionsverwaltung mit GitHub zu aktivieren, gehen wir wie folgt vor.

Links „Source Control“ auswählen (oder STRG+SHIFT+G), danach den oben erwähnten Ordner über „Open Folder“ auswählen.

Python and VSCodium, GitHub
GitHub, 1. Schritt

Nun muss mit „Initialize Repository“ erstmalig die Datenbank angelegt werden, die GitHub benötigt, um alle notwendigen Informationen zu speichern. Dabei handelt es sich um einen versteckten (Unter-)Ordner im Ordner der Python-Dateien.

Python and VSCodium, GitHub
GitHub, 2. Schritt

Nun kann man in einem geteilten Fenster die Änderungen bzw. Unterschiede (rechts) vom Original-Programmcode (links) sehen. Da es sich bei unserem Beispiel um die erste Version des Programmcodes handelt, ist die linke Fensterseite natürlich noch leer.

Python and VSCodium, GitHub
GitHub History

So, das soll es erstmal gewesen sein.

Wer sich jetzt in Python weiterbilden möchte, der sollte hier hereinschauen:

https://code.visualstudio.com/docs/python/python-tutorial

https://www.tutorialsteacher.com/python

Webmin für Debian installieren

Hier beschreibe ich, wie man die Konfigurationsumgebung Webmin für Debian schnell und einfach installiert.

sudo cp /etc/apt/sources.list /etc/apt/sources.list.bak # Kopie schadet nie
echo 'deb http://download.webmin.com/download/repository sarge contrib' | sudo tee -a /etc/apt/sources.list > /dev/null
su -l # zu root wechseln
cd /root
wget http://www.webmin.com/jcameron-key.asc
apt-key add jcameron-key.asc
exit # wieder zurück zu Default Nutzer
sudo apt-get update
sudo apt-get install apt-transport-https
sudo apt-get install webmin

Webmin startet immer mit einer erzwungenen SSL-Verbindung. Da wir in der Regel auf dem Server noch kein SSL-Zertifikat installiert haben, schalten wir den Zwang zu SSL vorläufig aus, um Stress mit dem Browser zu vermeiden.

Wir öffnen die Konfigurationsdatei von Webmin:

sudo nano /etc/webmin/miniserv.conf

und ersetzen ssl=1 durch ssl=0

Nun müssen wir den Webmin-Server wieder starten

sudo /etc/init.d/webmin restart

Wir öffnen im Browser http://masch3:10000 und wählen uns als normaler Linux-Nutzer an. (Hinweis: beim ersten Aufruf kann es durchaus etwas länger dauern, bis der Browser eine Seite auswirft.)

Nun müssen wir noch Refresh Modules klicken, um eventuell noch nicht von Webmin zugeordnete Module zu erkennen.

Pimp my shell – Eine vernünftige Arbeitsumgebung für Linux

Immer, wenn ich ein neues Linux aufsetze, führe ich bestimmte Kommandos durch bzw. konfiguriere ich mein System so, dass ich vernünftig damit arbeiten kann. Jeder hat seine Eigenheiten und Bedürfnisse – hier skizziere ich mal die meinen.

Zunächst installieren wir uns sudo, um als normaler Nutzer auch wie ein Supernutzer (=root) agieren zu können, ohne uns als root anmelden zu müssen. Natürlich müssen wir diese eine Installation selbst noch als root vornehmen. Danach müssen wir uns nie wieder als root anmelden – außer ins Notfällen.

apt-get install sudo

Nun fügen wir den während der Installation angelegten Nutzer der Gruppe „sudo“ hinzu: adduser sudo. In meinem Falle also den Nutzer „juergen“

adduser juergen sudo

Mit dem Befehl groups <username> kann man prüfen, ob das Hinzufügen tatsächlich geklappt hat.

groups juergen

Das war es schon. Jetzt bitte mit exit wieder aus der Shell ausloggen und als normaler Nutzer wieder einloggen. Jetzt kann man mit einem vorangestellten sudo Befehle wie root ausführen.

Testen wir unsere neuen Fähigkeiten, indem wir gleich einmal einen vernünftigen Editor installieren.

sudo apt-get install nano

Mit diesem Editor nehmen wir unsere erste Anpassung vor. Wir sorgen dafür, dass ab jetzt jeder neue Nutzer mit der bin/bash Shell verbunden wird.

sudo cp /etc/adduser.conf /etc/adduser.conf.bak # Kopie schadet nie
sudo nano /etc/adduser.conf

Im Editor suchen wir jetzt folgende Zeile (oder fügen sie, falls nicht vorhanden, hinzu):

DSHELL=/bin/bash

Als Nächstes sorgen wir dafür, dass unser System gleich mit den wichtigsten Alias-Befehlen versorgt wird. Mit einem alias kann man mehrere Linux-Kommandos, oder ein Linux-Kommando mit mehreren Optionen durch einen neuen Befehl ersetzen. Es wird benutzt, um Zeit zu sparen und weniger zu tippen.

Das bekannteste alias dürfte wohl die Abkürzung dir für den Befehl „ls -l“ sein.

Wir bearbeiten wieder eine Konfigurationsdatei.

sudo cp /etc/bash.bashrc /etc/bash.bashrc.bak #  Kopie schadet nie
sudo nano /etc/bash.bashrc

Und fügen ans Ende folgende Zeilen hinzu:

alias +='pushd .'
alias ..='cd ..'
alias ...='cd ../..'
alias dir='ls -la  --color=auto'
alias gzcat='gunzip -c'
alias l='ls -alF'
alias la='ls -la'
alias ll='ls -la'
alias ls='/bin/ls $LS_OPTIONS'
alias ls-l='ls -l'
alias md='mkdir -p'
alias o='less'
alias rd='rmdir'
alias rehash='hash -r'
alias rm='rm -i'
alias unzip='tar xfvz'
alias which='type -p'
alias zip='tar cfvz'

Und schon sieht unsere Shell (nach einer Neueinwahl) sehr viel bunter, schöner, übersichtlicher aus.