Reduce font file sizes

Troubled with bloated font files in your app? Try this to reduce the file size by removing not used letters

I did the following to remove all Cyrillic glyphs (letters) from a font, hence cutting file size in half as I only needed the Latin letters.

  1. get FontForge at https://fontforge.github.io
  2. start FontForge and open your Truetype font file
  3. Edit -> Select -> Select By Script
  4. on the pop up selection window chose Cyrillic from the drop down menu. As you might have guessed this will mark only the Cyrillic letters.
  5. Encoding -> Detach & Remove Glyphs, confirm the question. See how the Cyrillic letters disappear?
  6. Encoding -> Compact to get a better overview of the remaining letters which makes it easier to select more deleting candidates. (But I did not dare to manually delete/remove them.)
  7.  File -> Generate Fonts and don’t forget to chose ttf as output format.

Please consider that I am not a pro in this. But I needed a fast solution.

Here you can read more on this topic: http://wiki.unity3d.com/index.php?title=Create_a_new_TrueType_font_using_a_subset_of_characters_from_an_existing_TrueType_font

Ein Papierkorb für Samba

Der Papierkorb für Windows ist eine unleugbar nützliche Sache. Leider arbeitet er nicht mit Netzlaufwerken zusammen, die man zum Beispiel per Samba eingebunden hat.

Aber man kann für Samba selbst einen Papierkorb installieren und versehentlich gelöschte Dateien daraus retten.

Zunächst bearbeiten wir die Konfigurationsdatei von Samba.

Ans Ende des betreffenden Absatzes, der mit [NAME] startet, fügen wir etwas hinzu.

Insgesamt sieht es (ungefähr) so aus:

Die Einträge dürften sich größenteils von selbst erklären. Aber hier noch einmal eine kleine Erläuterung.

recycle:repository = .recyclebin

Das ist der Ordner, der uns als Papierkorb nutzen wird. Er wird beim ersten Löschvorgang mit den richtigen Rechten angelegt. Bei diesem Beispiel: /var/www/.recyclebin

recycle:keeptree = Yes

Die Ordnerstruktur wird in den Papierkorb übernommen. Kann nicht schaden, weil es die Suche einfacher gestaltet.

recycle:touch = Yes

Setzt den letzten Zugriffszeitpunkt auf das Löschdatum. Das ist wichtig, da beim automatischen Leeren eines zu vollen Papierkorbes zu alte, versehentlich gelöschte Dateien sofort entsorgt werden. Wer den Papierkorb nicht automatisch leert, der kann die Option auch weglassen.

recycle:versions = Yes

Für eine Versionierung namensgleicher Dateien.

recycle:maxsixe = 0

Ab welcher Dateigröße soll der Papierkorb nicht gelten und stattdessen sofort gelöscht werden. 0 steht für keine Beschränkung.

recycle:exclude = *.tmp,*.temp,*.TMP,*.TEMP,*.log

Welche Dateien sollen vom Papierkorb ausgeschlossen werden und stattdessen sofort gelöscht werden? Ich empfehle neben den üblichen Verdächtigen wie „tmp“ und „log“ auch Binärdateien, die immer Resultat von anderen Dateien sind, und somit aus der Quelle selbst rekonstruiert werden können. JPEG-Dateien kann man z.B. aus den Photoshop-Dateien wieder herstellen.

recycle:excludedir = /recycle,/tmp,/temp,/TMP,/TEMP

Welche Ordner sollen vom Papierkorb ausgeschlossen werden? Hier gelten anlog meine Anmerkungen zu oben. Mehr Einstellungsmöglichkeiten werden hier: https://www.samba.org/… erläutert.

Zum Schluss starten wir den Samba-Server neu

Von nun an sollten alle Dateien und Ordner im geteilten Verzeichnis vor versehentlichen Löschen geschützt sind. Sie finden Sie nun, samt Verzeichnisstruktur, unter /var/www/.recyclebin

Test

Bitte unbedingt testen, denn exotische Rechtevergabe kann auch dazu führen, dass der Papierkorb schlicht nicht funktioniert.

VORSICHT: Damit keine Missverständnisse aufkommen, es werden natürlich nur die Dateien in den Papierkorb befördert, die über Samba gelöscht werden, also bspw. von einem unvorsichtigen Windows-Nutzer. Dateien, die direkt über die Shell oder über Skripte gelöscht werden, bleiben davon unberührt und landen weiterhin im Unix-Nirvana.

Automatisches Leeren des Papierkorbes

Das erledigt natürlich cron für uns.

Ans Ende setzen wir folgenden Eintrag:

Dann werden täglich um 00:01 alle Dateien und Ordner im Papierkorb gelöscht, die älter als sieben Tag sind. Das “ -mindepth 1″ verhindert, dass der Papierkorb selbst gelöscht wird, wenn er älter als sieben Tage ist.

Danke

Mein Dank geht an http://blog.is-a-geek.org/… für die Anregungen.

Minibian – Raspberry PI – Installieren

Ziel: ein minimales Linux für einen kompletten (Web)server auf Basis eines Raspberry Pi

Quelle: https://minibianpi.wordpress.com/features/

Software: Win32DiskImagerPuTTY

Hardware: Raspberry Pi 2B (oder 3), SD Mikro Karte 32 GB (oder größer)

Netzwerk: (W)LAN-Router mit LAN-Anschluss

Image auf SD-Karte installieren

  • Download https://sourceforge.net/projects/minibian/
  • Das Image (Endung: img) entzippen und mit Win32DiskImager auf SD-Karte schreiben. Vorsicht, nicht aus Versehen einen falschen Laufwerksbuchstaben wählen.
  • SD-Karte auswerfen, in Raspberry Pi packen
  • Pi per LAN mit Router verbinden
  • Pi mit Strom versorgen und einige Minuten warten, bis der Name im Netzwerk bekannt ist

Mit Maschine verbinden

  • PuTTY starten und mit „minibian“ verbinden.
    • Login: root
    • Passwort: raspberry

Festplatte voll ausreizen

  • p – Partitionen zeigen (i. d. R. zwei) – Startwert der zweiten, der Hauptpartition notieren (hier 125056)
  • d – zweite Partition löschen
  • n – neue Partition anlegen, Partition type: Primary, Partition number: 2, Startwert: 125056 (der notierte, NICHT der default Wert), Endwert: Default für volle Größe
  • p – überprüfen der Eingaben
  • w – schreiben der Partitionen (Fehlermeldung ignorieren)

Vorbereitungen

Bash-Tuning

alias +=’pushd .‘
alias ..=’cd ..‘
alias …=’cd ../..‘
alias beep=’echo -en „\007″‚
alias dir=’ls -l‘
alias gzcat=’gunzip -c‘
alias l=’ls -alF‘
alias la=’ls -la‘
alias ll=’ls -la‘
alias ls=’/bin/ls $LS_OPTIONS‘
alias ls-l=’ls -l‘
alias md=’mkdir -p‘
alias o=’less‘
alias rd=’rmdir‘
alias rehash=’hash -r‘
alias rm=’rm -i‘
alias unzip=’tar xfvz‘
alias which=’type -p‘
alias zip=’tar cfvz‘

Betriebssystem und Komponenten auf den neuesten Stand bringen

Firmware updaten

Benchmarks

Diese Befehle benötigt man natürlich nur, wenn man die aktuelle Rechenleistung mit anderen Systemen vergleichen möchte.

Sicherheitsupdates automatisieren

upgrade -y -o APT::Get::Show-Upgraded=true

dann

deb https://security.debian.org/ wheezy/updates main contrib non-free
deb-src https://security.debian.org/ wheezy/updates main contrib non-free

und

OPTIONS=“-o quiet=1 -o Dir::Etc::SourceList=/etc/apt/sources.d/security.sources.list -o Dir::Etc::SourceParts=\“/dev/null\““

abschließend

LAMP

Webmin

Test im Browser:

http://minibian/

http://minibian/phpmyadmin (Benutzer: root, Passwort: siehe oben)

https://minibian:10000/

composer in 60 Sekunden installieren

Linux/Debian, PHP 5.3.2+, globale Installation

Jetzt index.php im Browser öffnen.

Mehr Pakete finden sich unter: https://packagist.org/

Copy MySQL tables across different servers with PHP

How to copy table1 from host1 to host2:

 

Aware: all the values after pipe (|) must not contain special characters (e.g. !) as they are interpreted by the bash. So escape them.

Backup source and target before testing.

Tweaking.com Windows Repair -Die Software gegen Krebs

Eine reißerische Überschrift. Aber diese Software löst so viele Windows-Probleme auf einen Schlag, dass ich keine besseren Start liefern konnte.

Letzte Woche passierte es mir doch: Nach über 4,5 Jahren (so alt ist mein Windows 7 Ultimate) kam es zu mehreren Katastrophen gleichzeitig: Ein DRAM-Baustein verabschiedete sich schleichend, daraufhin gab es einen Bluescreen (den ersten seit Jahren). Das System fuhr zwar noch hoch, lief aber so instabil, dass ich gezwungen war, mehrere Dienste abzuschalten, denn mir kam leider nicht in den Sinn, dass es an der Hardware liegen könne.

Dann verabschiedete sich auch noch die Windows-Firewall, woraufhin der Virenscanner nicht mehr richtig lief bzw. das ganze System in die Knie zwang: nichts ging mehr; vernünftiges Arbeiten wurde zum Glücksspiel.

Mit jedem Start hakte es bei immer mehr Komponenten, es war wie in einem IT-Horrorfilm: Eben noch war alles ruhig, und nach und nach fielen immer mehr Protagonisten den Zombies zum Opfer.

Hier eine Auswahl der besten Fehlermeldungen in der Ereignisanzeige (die komischerweise noch funktionierte):

  • Der Dienst „Heimnetzgruppen-Anbieter“ ist vom Dienst „Funktionssuchanbieter-Host“ abhängig, der aufgrund folgenden Fehlers nicht gestartet wurde:
    Der Abhängigkeitsdienst oder die Abhängigkeitsgruppe konnte nicht gestartet werden.
  • Der Dienst „WWAN – automatische Konfiguration“ wurde mit folgendem Fehler beendet:
    Zugriff verweigert
  • Der Dienst „Windows-Firewall“ ist vom Dienst „Basisfiltermodul“ abhängig, der aufgrund folgenden Fehlers nicht gestartet wurde:
    Zugriff verweigert
  • Der Dienst „Basisfiltermodul“ wurde mit folgendem Fehler beendet:
    Zugriff verweigert
  • Der Dienst „DHCP-Client“ wurde mit folgendem Fehler beendet:
    Zugriff verweigert
  • Der Dienst „NLA (Network Location Awareness)“ wurde mit folgendem dienstspezifischem Fehler beendet: %%-1073741288.
  • Der Dienst „Netzwerklistendienst“ ist vom Dienst „NLA (Network Location Awareness)“ abhängig, der aufgrund folgenden Fehlers nicht gestartet wurde:
    Der Dienst wurde nicht gestartet.
  • Fehler 1610: Die Konfigurationsdaten für dieses Produkt sind beschädigt. Wenden Sie sich an den Support.

Ein Teufelskreis der Dienste-Knieschüsse

Jeder Windows-Nutzer, der weiß, was Regedit und die Diensteverwaltung ist, kennt solche Meldungen: Ohne Wohnung keinen Job; ohne Job keine Wohnung und für eine Versicherung braucht es beides. Ein Teufelskreis.

Mühselig schaffte ich es mit Hilfe eines zweiten Rechners zumindest das Internet wieder zum Laufen zu bringen. Und bei meiner Recherche fiel dann der Groschen: Konnte es doch die Hardware sein? Nach 30 Jahren in der IT habe ich die Erfahrung gemacht, dass 99% aller Probleme mit der Software zusammenhängen. Auch wenn in jedem Forum spätestens an dritter Stelle der Tipp kommt, mal die Platine oder die Festplatte auszutauschen. Bisher hatte ich erst eine defekte Festplatte – und die hatte sich dank S.M.A.R.T. auch mit Vorankündigung verabschiedet, so das mir genug Zeit verblieben war. Memtest86 brachte es an den Tag, ein erst vor drei Monaten erworbener 8GB-DDR3-Chip war defekt – nachdem die alten ohne Probleme 4,5 Jahre gehalten hatten. Daher der Bluescreen, daher die Abstürze. Also raus damit und den alten Riegel wieder rein, um wenigstens auf der Hardware-Seite einen Fehler ausradiert zu haben.

Mittlerweile war ich schon mit den Nerven fertig, weil ich seit zwei Tagen nicht in der Lage war, vernünftig zu arbeiten. Die weitere Fehlersuche machte es nicht besser.

Wenn alle Tipps nichts helfen: dumme Foren

Besonders geärgert habe ich mich über die typischen Foren in der Amateure ihre schlechten Ratschläge ablassen, egal ob deutsch oder englisch, egal ober gutefrage.net, trojaner-board.de, sysprofile.de, drwindows.de, winheloponline.com oder answers.microsoft.com – überall nur stümperhafte bis schlechte Ratschläge:

  • „… bestimmt ist es ein Trojaner, installier mal neu …“
  • “ … tuneup tools genutzt? Die machen nur Ärger.  Installier mal neu …“
  • „… bestimmt die Festplatte kaputt, SSD taugt sowieso nichts. Installier mal neu …“
  • “ … das lässt sich nicht mehr reparieren. Installier mal neu …“

„Installier mal neu!“ ist das neue „mit Linux wäre das nicht passiert.“

Und zwischendurch die Copy&Paste-Antworten von indischen  Support-Mitarbeitern (leicht zu erkennen an den Namen), die von IT soviel Ahnung haben wie mein Kater von Rechtschreibung. Angereichert mit gut getarnten, locker eingestreuten Werbelinks zu zweifelhaften Reparatur-Programmen, die selbst ich nicht mehr als Werbung erkennen konnte, denn leider war mein Werbefilter auch ausgefallen.

Hier eine weitere Auswahl der abstrusesten Tipps:

  • Linux nehmen und Windows nur noch in einer virtuellen Maschine nutzen
  • einen neuen Rechner kaufen, der alte würde eh nichts mehr taugen
  • irgendeinen der gefühlt hundert Anti-Malware-Tools nutzen
  • mit Regedit am besten allen Nutzern alle Zugriffsrechte gewähren, dann würden die Fehlermeldungen schon verschwinden
  • eine Jungfrau um Mitternacht bei Vollmond an einem Kreuzweg opfern

Zwei Tage spielte ich IT-Ping-Pong: Eintrag in Regedit sichern, ändern, neu starten, testen, rückgängig machen.

Mittlerweile war ich so verzweifelt, dass ich mit dem Gedanken spielte, eine ca. zwei Wochen alte Notfall-Sicherung einzuspielen.  Dann stieß ich auf folgenden Beitrag eines Seelenverwandten: I receive error code 5 when I try to start Windows Firewall.

„… Somebody should paste this tool into the foreheads of microsoft developers, but the hard way. How come some hobby programmers can create such simple tools which beat anything from microsoft developers? …“

Um welches Tool handelte es sich hier? Gemeint war (bzw. ist) Windows Repair von Tweaking.com. Ich bin normalerweise kein Fan von Tuning-, Tweaking- oder Sonstigen Repair-Tools, die meist nur das Blaue vom Himmel versprechen, aber nicht selten mehr Schaden anrichten als sie beheben.

Aber was hatte ich noch zu verlieren? Meine Arbeitsdateien waren in täglichen Backups alle wunderbar extern gesichert. Es galt ja „nur“ mein Windows wieder stabil zum Laufen zu bringen. Also probierte ich die Software aus.

Windows Repair zeigt sich zunächst einmal in einem „Look&Feel“, das technisch irgendwo zwischen Windows 3.11 und Windows 95 hängen geblieben ist. Hässliches grau, hässliche Knöpfe, hässliche Schrift, dafür aber sehr viel Text. Also das genaue Gegenteil von den aktuell angesagt App-Style mit großer Schrift, wenig Text, und 2-dimensionalen Design.

Tweaking.com - Windows Repair
Hässlich und sehr textlastig, so präsentiert sich die Software.

Angeblich soll die Software 45 schwere Macken beheben, u.a.

  • Probleme mit Shortcuts und Verknüpfungen (das kann ich auch allein)
  • WMI
  • Windows Firewall (Hoffnung keimt auf!)
  • Internet Explorer
  • Windows Installer (MSI)
  • Hosts File (vielleicht hat die lmhosts auch was abbekommen?)
  • Policies Set By Infections (es wird wärmer)
  • Winsock & DNS Cache
  • Windows Updates
  • Reset Registry and File Permissions
  • Register System Files

Die Übersicht schien mir vielversprechend. Besonders die Rechtevergabe bzw. die fehlenden oder plötzlich falschen Rechte für einzelne Einträge in der Registry (s.o.) machte mir zu schaffen.

Was mir besonders gefiel: alles wird ausführlich aber nicht mit zuviel Vertriebsprosa erklärt und per Default werden vor jeder Änderung Sicherungen der Registry gemacht.

Der wichtigste Menüpunkt: die Reparatur-Einstellungen

Ich ließ die Software also zweimal laufen, weil sich laut Aussage der Entwickler manche Fehler erst bei einem zweiten Durchgang offenbaren – Fehlerkaskaden halt.

Ich starte also den Rechner wieder, will mich gerade voller Erwartung aber doch mit einer gehörigen Portion Skepsis zurücklehnen, da ist der Rechner schon hochgefahren und online (SSD sei dank). Ein mit zitterigen Fingern gestarteter Blick in die Ereignisanzeige zeigte es mir: alle schlimmen Fehlermeldungen waren verschwunden, alle wichtigen Dienste tatsächlich stabil am Laufen. Die Firewall ließ sich auch wieder aktivieren.

Fazit: Ich bin glücklich

Lange nicht mehr, war ich so verblüfft, angenehm überrascht, ja fast euphorisch. Mein Rechner lief nicht nur wieder stabil, er startete auch wieder so schnell wie lange nicht mehr – wer weiß, welche unerkannten Macken die Software noch ausgebeult hat; ich will es gar nicht wissen.

Ein Software-Werkzeug von Kennern, das viel verspricht und hält!

Und das I-Tüpfelchen: Die Software kostet nichts. Aber man kann sich registrieren lassen und erhält dann noch ein bisschen Bonus-Software dazu.

Noch mein persönlicher Tipp: Wenn die Software geladen bzw. gestartet ist, vom Internet abstöpseln und den Anti-Virenscanner deaktivieren oder zur Not auch deinstallieren, da es sonst passieren kann, das bestimmte Korrekturen unter Kontrolle des Scanners verbleiben und nicht gefixt werden können. Wenn der Rechner wieder stabil ist, kann man das digitale Kondom ja wieder überziehen, bevor es online geht.

Eine simple API für WordPress, Teil 4

Wir wissen jetzt, wie wir mit Hilfe unserer kleinen API einen Artikel anlegen und wie wir ihn mit einem Bild versorgen. Nun fügen wir einige Metadaten hinzu. Dazu benötigen wird die Funktion „add_post_meta„. Diese verlangt folgende Parameter:

  • post_id – Die eindeutige Artikel-ID aus Teil 2
  • meta_key – Der Name des Metadaten-Feldes
  • meta_value – Der Wert des Metadaten-Feldes

Wir packen also wieder einen Befehlsaufruf für unseren Server zusammen:

Und natürlich müssen wir auch unseren Server wieder ein wenig ergänzen.

Diese 3 Zeilen erweitern unseren Server um die Fähigkeit, mit Hilfe der Funktion „add_post_meta“ Artikel mit beliebigen Metadaten zu versorgen.

Und so sieht dann das neue benutzerdefinierte Feld aus.

Zusammenfassung

Server

Client

 

Eine simple API für WordPress, Teil 3

Kommen wir nun zum wichtigen Thema: Wie füge ich dem Artikel ein Bild bei?

Auch das wird in vielen Beiträgen im Internet gerne angerissen, aber mal ein paar schnelle, praktikable Lösungen werden selten präsentiert. Dabei ist es nicht so schwer, wenn man weiß, was zu tun ist.

Der Ablauf

Im Grunde müssen folgende Schritte abgearbeitet werden:

  1. Wir erzeugen einen Artikel und merken uns die ID (siehe Teil 2)
  2. Wir laden ein Bild per FTP auf den WordPress-Server
  3. Wir verbinden Artikel und Bild mit Hilfe der Funktionen: wp_generate_attachment_metadatawp_insert_attachment und set_post_thumbnail

Damit das funktioniert, müssen wir unseren Server gleich zweimal bemühen: Beim Erzeugen des Artikels und beim Verbinden des Bildes mit ersterem.

Der Upload per FTP

Keine Angst, das ist per PHP einfacher, als man denkt.

Zunächst benötigen wir auf dem WordPress-Blog einen Zielordner. Den kann man per Konsole oder FTP anlegen:

Auf diesen Server werden die Bilder (oder was immer man später mit den Artikeln verknüpfen möchte: ZIP-File, E-Book, PDF etc.) zwischengespeichert. Man sollte darauf achten, dass die Dateinamen dabei immer einzigartig sind, denn sonst werden sie gnadenlos überschrieben. Erreichen kann man das z.B. durch eine Ergänzung mit einer Time-id und einer laufenden Nummer.

Wir erweitern den Client um einige Zeilen:

Damit wird die Datei „bild.jpg“ vom lokalen Verzeichnis „/var/upload/bilder/“ auf das entfernte Verzeichnis „/var/www/domain.tld/wp-content/uploads/maschine/“ des Servers „domain.tld“ kopiert. Wenn Sie nicht wissen, wie das entfernte Verzeichnis lautet, fragen Sie ihren Provider.

Bevor wir nun an den Client gehen, packen wir dessen Kernaufgabe in eine Funktion, damit wir sie mehrfach benützen können.

Diese Funktion sendet ein Array an unseren Server und gibt dessen Antwort wieder zurück.

Die Aufgaben des Servers werden jetzt erweitert. Er kann nicht nur Artikel anlegen, sondern auch Bilder verarbeiten. Das geschieht durch folgende Zeilen:

Zeile 1 ermittelt den Mime-Type der Datei (hier: „image/jpeg“), das Array mit den Meta-Daten (Titel, eindeutiger Bezeichner etc.) wird automatisch gefüllt. Natürlich können Sie den Titel des Bildes auch aus den eigenen Daten erzeugen.

Zeile 10 fügt dann das eben hochgeladene Bild der Mediendatenbank des Blogs hinzu. Von nun an finden Sie das Bild dort, aber es ist noch nicht mit einem Artikel verbunden. Das erledigen wir gleich.

Zeile 12 versorgt das Bild in der Mediendatenbank mit den soeben festgelegten Metadaten und legt die einzelnen Vorschaubilder in den verschiedenen Größen an, die in den Medien-Einstellungen von WordPress festgelegt sind.

Zeile 14 macht die Magie: Das Bild wird mit dem Artikel verbunden.

Zusammengefasst

Der Server

Der Client

Das war ja nicht so schwer, wenn man weiß, wie es geht – aber das gilt wohl für alles im Leben. Im nächsten Schritt lernen wir, unseren Artikel nachträglich mit Daten anzureichern.

Eine simple API für WordPress, Teil 2

Wir kommen nun dazu, mit Hilfe unserer kleinen API einen WordPress-Artikel anzulegen.

Dazu müssen wir uns kurz mit den internen Funktionen beschäftigen, die WordPress für dieses Unterfangen zur Verfügung stellt.

Es ist zunächst die Funktion „wp_insert_post„.

Mit ihrer Hilfe kann man Artikel (oder auch Seiten) anlegen und bearbeiten.

Es gibt viele Parameter. Wir betrachten zunächst die wichtigsten:

  • post_content – der Inhalt des Artikels
  • post_title – die Überschrift des Artikels
  • post_status – der Status des Artikels und

Stellen wir uns ein simples Array zusammen:

Die Werte sollten sich von selbst erklären. Ich empfehle, wenn immer möglich beim Testen Umlaute zu nutzen, um später keine bösen Überraschungen zu erleben.

Ich setze „post_status“ auf „publish„, da ich die Artikel sofort veröffentliche. Wer aber noch händisch nachkontrollieren oder erstmal sichergehen möchte, der setzt „post_status“ auf „draft„.

Der neue Client

Der Client muss entsprechend angepasst werden.

Der Aufbau hat sich nicht sehr gegenüber Teil 1 verändert.

Der neue Server

Beim Server hat sich ein wenig mehr getan.

Wir müssen nun die Verbindung unseres Servers zu WordPress herstellen. Das passiert ganz einfach durch die Zeile:

Die Datei „wp-load.php“ die sich im Hauptverzeichnis des Blogs befindet, stellt automatisch alle Daten und Komponenten zur Verfügung, die wir für den Umgang mit WordPress benötigen.

Die Zeile:

Sorgt noch dafür, dass wir keine Komponenten laden, die lediglich für das Frontend des Blogs benötigt werden.

Der Rest dürfte sich von selbst erklären. Interessant ist Zeile 10, in der der eigentliche Befehl zum Anlegen ausgeführt wird und als Ergebnis die ID des neuen Artikels (WordPress-Jargon: Post) an den Client zurückgegeben wird. Diese ID ist wichtig und sollte irgendwo auf Seiten des Clients gespeichert werden, denn später werden wir sie benötigen, um Artikel zu korrigieren, zu löschen oder mit anderen Daten anzureichern. Die ID ist immer eindeutig und wird niemals doppelt vergeben.

Rufen wir den Client auf:

Das Ergebnis gibt uns die ID 4025 zurück.

Und schauen wir mal ins Backend des Blogs.

Voilà – Das ist unser Artikel.

Bis dahin war es noch nicht ganz so schwer. Bisher hatten wir nur die Pflicht, jetzt folgt die Kür. Im nächsten Teil werde ich zeigen, wie man dem Artikel auch ein Bild zuordnet.

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