Eigene Kontaktdaten (per QR-Code) weitergeben

Ich war vor die Herausforderung gestellt, wie man seine eigenen Kontaktdaten vom Smartphone möglichst ohne großen Aufwand und ohne Tipperei(!) an Dritte weitergeben kann.

Natürlich kann man seine Kontaktdaten auch per E-Mail oder WhatsApp-Nachricht verschicken. Aber bei ersterem müsste man ja wieder umständlich eine Empfänger-E-Mal-Adresse eintippen und bei letzterem hätte man den Kontakt ja schon längst hergestellt, sonst würde er (der Kontakt) ja nicht bereits in WhattsApp vorhanden sein.

Verschicken per QR-Code

Wenn man’s weiß, ist es leicht: mit einer QR-Code-App. Ich nutze dazu die Software eines deutschen Herstellers, da ich ausländischen Programmen nicht mehr vertraue: QR & Barcode Scanner.

Jetzt ruft man seine eigenen Kontaktdaten auf. Wie das geht, sollte eigentlich jeder wissen. Ich habe meine eigenen Kontakte unter „Ich (privat)“ bzw. „Ich (geschäftlich)“ gespeichert.

Dann „teilt“ man den Kontakt und schickt ihn an den QR-Code-Generator. Fertig. Dieser QR-Code kann dann direkt vom anderen Smartphone eingescannt werden, vomit die Daten übertragen sind bzw. werden.

Sparkasse+ App Android Daten exportieren

Ich musste mir gerade von hinten mit der Axt ins Knie schießen, um die Datensicherung mit allen historischen Buchungsposten und Kontoverbindungen der Sparkasse+ App von meinem alten Handy auf mein neues zu migrieren.

2017 und die Software kann nicht über Google Drive oder Dropbox synchronisieren. Das ist doch ein Witz.

So bin ich vorgegangen.

  1. Sicherungsdatei auf dem alten Handy anlegen: Einstellungen->Datensicherungen verwalten und Speicher-Symbol klicken bzw. (bei neueren Versionen) Einstellungen->Backup->Jetzt Sicherung erstellen
  2. Manuell per Google Drive App die Sicherungsdatei im Ordner /storage/sdcard0/ebanking/ in „die Cloud“ hochladen.
  3. Und jetzt wird es dumm. Wenn man die Sparkasse+ App das erste Mal auf einem neuen Handy startet, dann existiert der Ordner /storage/sdcard0/ebanking/ (oder ein vergleichbarer) noch überhaupt nicht. Ergo, kann man auch keine Sicherung darin herunterladen und keine Sicherung einspielen. Also muss man in der Sparkasse+ App zunächst ein Passwort eingeben, dann ein Konto (egal welches) anlegen. Dann existiert auf einmal der Ordner /storage/emulated/0/ebanking/.
  4. Irgendeine File-Explorer App (wie rückständig, aber geht nicht anders) installieren, die mit Google Drive zusammenarbeitet. Ich empfehle Schlichter Dateimanager, ist Open Source und einfach zu bedienen.
  5. Mit dem File-Explorer die Sicherungsdatei aus Google Drive nun in den Ordner /storage/emulated/0/ebanking/ importieren. Eventuell heißt der Ordner bei anderen Handys bzw. Konfigurationen anders. Dann sollte man in der Sparkasse+ App und Einstellungen->Backup->Ort der Sicherung nachschauen, welcher Ordner angegeben ist.
  6. Sparkasse+ App starten und über Einstellungen->Backup->Sicherung einspielen die Sicherung nun endgültig einspielen.

Zumindest waren die Daten und Buchungsposten auch alle danach wieder da.

Trotzdem, leicht ist anders

Meine erste digitale Brieftasche – die Cyberwallet

Eine digitale Brieftasche dient dazu, Zugriff auf die Blockchain zu erhalten.

Vorsicht: gibt man seinen privaten Schlüssel bei einer falschen oder gekaperten Website ein, dann ist das Cybermoney weg. Ist der private Schlüssel (oder das Passwort dazu) weg, dann war’s das ebenfalls.

Vorsichtsmaßnahmen

  • Machen Sie Kopieren von ihrem privaten Schlüssel und dem Passwort. Und nicht nur auf einem Rechner sondern am besten auf mehreren. Drucken Sie den privaten Schlüssel als QR-Code aus – ruhig mehrmals – und hinterlegen Sie ihn so an einem sicheren Ort.
  • Denken Sie daran, dass digitale Speichermedien einem natürlichen und einem gewollten Datenverlust unterliegen: CD können nach wenigen Jahren schon nicht mehr fehlerfrei gelesen werden und für andere exotische Datenträger wird es vielleicht irgendwann keine Lesegeräte mehr geben.
  • Nutzen Sie keine online Speicher wie Dropbox oder Google-Drive dafür.

Wir fangen mal bei dem viel empfohlenen https://www.myetherwallet.com/ an und klicken uns zunächst einmal durch die Disclaimer-Wüste.

Wir erinnern uns, die Cyberwallet dient dazu, ihre Währung zu verwalten und Zahlung zu senden oder zu empfangen.

Offline Wallet

Oder noch besser: wir installieren uns die Software lieber selbst lokal. Dann begeben Sie sich nicht in die Abhängigkeit einer Website.

  1. Öffnen https://github.com/kvhnuke/etherwallet/releases/latest.
  2. Herunterladen: etherwallet-vX.X.X.X.zip.
  3. Auspacken
  4. index.html starten

Ethereum Wallet erstellen

Sie müssten Folgendes sehen:

  1. Geben Sie ein brauchbares Passwort ein, es sollte mindestens 12 Zeichen lang sein und aus Kleinbuchstaben, Großbuchstaben und Zahlen bestehen.
  2. Laden Sie ihr Keystore (Privat+Öffentlicher Schlüssel) herunter. Bitte testen Sie, ob sich die Datei auch mit einem herkömmlichen Editor öffnen lässt. Die Datei ist wenige Bytes lang und hat einen kryptischen Namen wie bspw. „UTC–2017-12-05T17-06-43.064Z–dcaab34e67a7a8a9d8e2“
  3. Danach klicken Sie auf „I understand. Continue“

  1. Nun sollten Sie folgendes Fenster mit der Aufforderung zum Ausdrucken sehen. Notieren Sie sich ihren privaten Schlüssel oder klicken Sie „Print Paper Wallet“. Drucken Sie es aus und bewahren Sie es an einem sicheren Ort.

So sieht ihre ausgedruckte Brieftasche aus:

  1. Klick auf „Save your Address“ – „Address“ ist die gängige Bezeichnung für den öffentlichen Schlüssel. Den müssen Sie jetzt ihrer (offline) Brieftasche hinzufügen – das geschieht nämlich nicht automatisch.

  1. Danach wählen Sie bitte ihre Keystore-Datei aus, die Sie vorhin (hoffentlich) gespeichert haben und geben das Passwort ein.
  2. Klicken Sie „UNLOCK“

Wenn alles geklappt hat, können Sie jetzt hinunterscrollen und ihren ersten „Kontostatus“ betrachten.

Hier finden Sie Informationen zu den aktuellen Kursen, ihren öffentlichen Schlüssel (=Addresse) als Zeichen- und QR-Code und natürlich ihrem Kontostand – aktuell 0.

Aber das werden wir im nächsten Schritt ändern, wenn wir zum ersten Mal Cybermoney kaufen.

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, dann schicken Sie mir doch ein wenig Cybermoney: 0xDca1110370224A2C153C73D28e8eDfB4919733D5

Die Blockchain ist dezentral

Die Blockchain ist wie das Internet selbst dezentral. Es fußt auf einigen festgelegten (Software)regeln und ist so angelegt, dass ein Ausfall einzelner – auch mehrerern – Teilnehmer kein Problem darstellt.

  • Daher ist die Blockchain (und die gehandelte Cyberwährung) unabhängig von Banken, Regierungen oder irgendwelchen anderen Kontrollinstanzen.
  • Die Software und ihre Algorithmen sorgen dafür, dass sich die Währungen stabil verhalten. Kein Teilnehmer kann die Software ohne überproportionalen Aufwand austricksen.
  • Die Transaktionen sind pseudoanonym. Das heißt, innherhalb des Systems einer Cyberwährung lassen sich reale Identitäten nicht ohne Weiteres ermitteln, beim Zufluss in (also Kauf) bzw. Zufluss aus (also Verkauf) der Währung über herkömmliche Zahlungsmittel (Bankkonto, Kreditkarte, Paypal etc.) hinweg schon.

Bitcoin, Blockchain & Co – Grundlagen

Alle Welt spricht darüber, ich auch.

Man wird in Zukunft nicht mehr daran vorbeikommen: digitale Währungen und Blockchains.

Was sind Blockchains?

  • Blockchains sind wie die größte Excel-Datei des Planeten, auf die alle schreiben und von der alle lesen können.
  • Die Blockchain registriert alle (wirklich alle!) jemals getätigten Transaktionen: Wer hat wem wie viel geschickt und errechnet daraus den Saldo jeden Kontos.
  • Die Blockchain wird von tausenden Mitgliedern weltweit (den Miners oder auch Schürfern) gespeichert und kontrolliert. Diese Prozesse laufen vollautomatisch ab.
  • Die einzelnen (Informations)blöcke in einer Blockchain beinhalten die einzelnen Transaktionen
  • Wer seinen Kontostand an digitalen Währungen prüft, nutzt tatsächlich nur eine Software, um den für ihn relevanten Abschnitt der Blockchain zu überprüfen.