Ein eigenes Tastatur-Layout mit dem Keyboard Layout Creator

Wer bestimmte Sonderzeichen immer wieder benötigt, wird sich über eine Möglichkeit freuen, ein Sonderzeichen (oder auch mehrere) mit bestimmten Tastaturkombinationen zu versehen – und nicht nur für ein bestimmtes Programm sondern windows-weit.

Mit Hilfe des Windows Keyboard Layout Creators geht das sehr schnelle, wenn es auch etwas kompliziert ist.

Zunächst das Programm herunterladen und installieren.

Wenn man bereits (vorher) ein Layout mit dem Programm erstell haben sollte, so kann man es herunterladen (STRG+O). Ansonsten erstellt man einfach ein neues. Wichtig ist aber natürlich, dass man zunächst das alte, mitgelieferte Ursprungs-Layout lädt, sonst hat man am Ende überhaupt keine Tasten belegt – respektive nur das Sonderzeichen.

Zunächst das Default-Keyboad-Layout laden

File -> Load Exiting Keyboard …

Dann sollte es in etwa so aussehen. (Nein, nicht in etwa, sondern genau so.)

Ich selbst lege mir die Sonderzeichen auf verwandte Tasten, und dann zusammen mit SHIFT+STRRG+ALT, um möglichst nicht mit anderen Belegungen zu kollidieren.

Als Beispiel wähle ich das achtzackige Sternchen (✳), das ich aus bestimmten Gründen als typographische Alternative zum „normalen“ Sternchen (*) nutze.

Ich aktiviere auf der linken Seite die Haken bei Shift und Alt+Ctrl (ALtGr). Normalerweise sollte jetzt das Layout leer sein, da bis jetzt noch keine neuen Belegungen definiert worden sind.

Jetzt klickt man auf eine leere Taste. Ich nehme die, auf der normalerweise das Plus-Zeichen liegt (roter Pfeil) und füge das Sternchen (✳) in das aufpoppenden Formularfeld.

Nun liegt das (neue) Sternchen da, wo es hingehört.

Nun kann man das Layout, bzw. die Vorlage dazu – das sollte man vom eigentlich Keyboard-Treiber trennen – speichern (STRG+S).

Aber damit hat man natürlich noch nichts erreicht. Das ist noch nicht einmal ein viertel der Miete. Jetzt gilt es, aus den Informationen einen vollwertigen Tastaturtreiber zu generieren. Das geschieht über den Menüpunkt: Project->Build DLL and Setup Package. Der generierte Treiber wird dann in der Regel im Eigene-Dateien-Ordner abgelegt.

Jetzt startet wir setup.exe und folgen wie gewohnt den Anweisungen auf dem Bildschirm.

Bei mir (Windows 7 64 Bit) muss noch die Benutzerkontensteuerung genehmigt werden – was immer die auch tut 🙂

Und schon sind wir einen Schritt weiter.

Damit die Änderung auch Wirkung trägt, muss Windows neu gestartet werden.

Danach besuchen wir die Systemsteuerung. Dann Tastaturen und Eingabemethoden ändern.

Dann geht es im Reiter Tastaturen und Sprachen auf den Knopf Tastaturen ändern …

Wir wählen uns anschließend die passende Tastaturbelegung aus, die bei mir den extra gewählten Namen Deutsch – Custom – Typographie hat. Die Namen kann man im Project Menü von Keyboard Layout Creator selbst festlegen. Allerdings scheint sich Windows nicht groß um die Benennung zu kümmern, denn meist sieht man nur Einträge der Art: „Custom … Custom …“

Unter Standardeingabesprache den richtigen Eintrag wählen (siehe roter Pfeil).

 

Und nach einem beherzten OK sollte schon die Tastatur unseren Wünschen entsprechend angepasst sein. Wenn nicht, empfiehlt sich ein Windows-Neustart.

Achtung: Die Änderungen zeigen erst Wirkung, sobald man das jeweilige Programm neu gestartet hat.

Und siehe da, es geht sogar mit Windows Notepad.

Und wieder deinstallieren

Den Tastaturtreiber kann man übrigens über die Systemsteuerung -> Programme -> Programme und Funktionen wie jedes x-beliebige Programm deinstallieren.

 

 

Eigene Kontaktdaten (per QR-Code) weitergeben

Ich war vor die Herausforderung gestellt, wie man seine eigenen Kontaktdaten vom Smartphone möglichst ohne großen Aufwand und ohne Tipperei(!) an Dritte weitergeben kann.

Natürlich kann man seine Kontaktdaten auch per E-Mail oder WhatsApp-Nachricht verschicken. Aber bei ersterem müsste man ja wieder umständlich eine Empfänger-E-Mal-Adresse eintippen und bei letzterem hätte man den Kontakt ja schon längst hergestellt, sonst würde er (der Kontakt) ja nicht bereits in WhattsApp vorhanden sein.

Verschicken per QR-Code

Wenn man’s weiß, ist es leicht: mit einer QR-Code-App. Ich nutze dazu die Software eines deutschen Herstellers, da ich ausländischen Programmen nicht mehr vertraue: QR & Barcode Scanner.

Jetzt ruft man seine eigenen Kontaktdaten auf. Wie das geht, sollte eigentlich jeder wissen. Ich habe meine eigenen Kontakte unter „Ich (privat)“ bzw. „Ich (geschäftlich)“ gespeichert.

Dann „teilt“ man den Kontakt und schickt ihn an den QR-Code-Generator. Fertig. Dieser QR-Code kann dann direkt vom anderen Smartphone eingescannt werden, vomit die Daten übertragen sind bzw. werden.

Sparkasse+ App Android Daten exportieren

Ich musste mir gerade von hinten mit der Axt ins Knie schießen, um die Datensicherung mit allen historischen Buchungsposten und Kontoverbindungen der Sparkasse+ App von meinem alten Handy auf mein neues zu migrieren.

2017 und die Software kann nicht über Google Drive oder Dropbox synchronisieren. Das ist doch ein Witz.

So bin ich vorgegangen.

  1. Sicherungsdatei auf dem alten Handy anlegen: Einstellungen->Datensicherungen verwalten und Speicher-Symbol klicken bzw. (bei neueren Versionen) Einstellungen->Backup->Jetzt Sicherung erstellen
  2. Manuell per Google Drive App die Sicherungsdatei im Ordner /storage/sdcard0/ebanking/ in „die Cloud“ hochladen.
  3. Und jetzt wird es dumm. Wenn man die Sparkasse+ App das erste Mal auf einem neuen Handy startet, dann existiert der Ordner /storage/sdcard0/ebanking/ (oder ein vergleichbarer) noch überhaupt nicht. Ergo, kann man auch keine Sicherung darin herunterladen und keine Sicherung einspielen. Also muss man in der Sparkasse+ App zunächst ein Passwort eingeben, dann ein Konto (egal welches) anlegen. Dann existiert auf einmal der Ordner /storage/emulated/0/ebanking/.
  4. Irgendeine File-Explorer App (wie rückständig, aber geht nicht anders) installieren, die mit Google Drive zusammenarbeitet. Ich empfehle Schlichter Dateimanager, ist Open Source und einfach zu bedienen.
  5. Mit dem File-Explorer die Sicherungsdatei aus Google Drive nun in den Ordner /storage/emulated/0/ebanking/ importieren. Eventuell heißt der Ordner bei anderen Handys bzw. Konfigurationen anders. Dann sollte man in der Sparkasse+ App und Einstellungen->Backup->Ort der Sicherung nachschauen, welcher Ordner angegeben ist.
  6. Sparkasse+ App starten und über Einstellungen->Backup->Sicherung einspielen die Sicherung nun endgültig einspielen.

Zumindest waren die Daten und Buchungsposten auch alle danach wieder da.

Trotzdem, leicht ist anders

Meine erste digitale Brieftasche – die Cyberwallet

Eine digitale Brieftasche dient dazu, Zugriff auf die Blockchain zu erhalten.

Vorsicht: gibt man seinen privaten Schlüssel bei einer falschen oder gekaperten Website ein, dann ist das Cybermoney weg. Ist der private Schlüssel (oder das Passwort dazu) weg, dann war’s das ebenfalls.

Vorsichtsmaßnahmen

  • Machen Sie Kopieren von ihrem privaten Schlüssel und dem Passwort. Und nicht nur auf einem Rechner sondern am besten auf mehreren. Drucken Sie den privaten Schlüssel als QR-Code aus – ruhig mehrmals – und hinterlegen Sie ihn so an einem sicheren Ort.
  • Denken Sie daran, dass digitale Speichermedien einem natürlichen und einem gewollten Datenverlust unterliegen: CD können nach wenigen Jahren schon nicht mehr fehlerfrei gelesen werden und für andere exotische Datenträger wird es vielleicht irgendwann keine Lesegeräte mehr geben.
  • Nutzen Sie keine online Speicher wie Dropbox oder Google-Drive dafür.

Wir fangen mal bei dem viel empfohlenen https://www.myetherwallet.com/ an und klicken uns zunächst einmal durch die Disclaimer-Wüste.

Wir erinnern uns, die Cyberwallet dient dazu, ihre Währung zu verwalten und Zahlung zu senden oder zu empfangen.

Offline Wallet

Oder noch besser: wir installieren uns die Software lieber selbst lokal. Dann begeben Sie sich nicht in die Abhängigkeit einer Website.

  1. Öffnen https://github.com/kvhnuke/etherwallet/releases/latest.
  2. Herunterladen: etherwallet-vX.X.X.X.zip.
  3. Auspacken
  4. index.html starten

Ethereum Wallet erstellen

Sie müssten Folgendes sehen:

  1. Geben Sie ein brauchbares Passwort ein, es sollte mindestens 12 Zeichen lang sein und aus Kleinbuchstaben, Großbuchstaben und Zahlen bestehen.
  2. Laden Sie ihr Keystore (Privat+Öffentlicher Schlüssel) herunter. Bitte testen Sie, ob sich die Datei auch mit einem herkömmlichen Editor öffnen lässt. Die Datei ist wenige Bytes lang und hat einen kryptischen Namen wie bspw. „UTC–2017-12-05T17-06-43.064Z–dcaab34e67a7a8a9d8e2“
  3. Danach klicken Sie auf „I understand. Continue“

  1. Nun sollten Sie folgendes Fenster mit der Aufforderung zum Ausdrucken sehen. Notieren Sie sich ihren privaten Schlüssel oder klicken Sie „Print Paper Wallet“. Drucken Sie es aus und bewahren Sie es an einem sicheren Ort.

So sieht ihre ausgedruckte Brieftasche aus:

  1. Klick auf „Save your Address“ – „Address“ ist die gängige Bezeichnung für den öffentlichen Schlüssel. Den müssen Sie jetzt ihrer (offline) Brieftasche hinzufügen – das geschieht nämlich nicht automatisch.

  1. Danach wählen Sie bitte ihre Keystore-Datei aus, die Sie vorhin (hoffentlich) gespeichert haben und geben das Passwort ein.
  2. Klicken Sie „UNLOCK“

Wenn alles geklappt hat, können Sie jetzt hinunterscrollen und ihren ersten „Kontostatus“ betrachten.

Hier finden Sie Informationen zu den aktuellen Kursen, ihren öffentlichen Schlüssel (=Addresse) als Zeichen- und QR-Code und natürlich ihrem Kontostand – aktuell 0.

Aber das werden wir im nächsten Schritt ändern, wenn wir zum ersten Mal Cybermoney kaufen.

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Die Blockchain ist dezentral

Die Blockchain ist wie das Internet selbst dezentral. Es fußt auf einigen festgelegten (Software)regeln und ist so angelegt, dass ein Ausfall einzelner – auch mehrerern – Teilnehmer kein Problem darstellt.

  • Daher ist die Blockchain (und die gehandelte Cyberwährung) unabhängig von Banken, Regierungen oder irgendwelchen anderen Kontrollinstanzen.
  • Die Software und ihre Algorithmen sorgen dafür, dass sich die Währungen stabil verhalten. Kein Teilnehmer kann die Software ohne überproportionalen Aufwand austricksen.
  • Die Transaktionen sind pseudoanonym. Das heißt, innherhalb des Systems einer Cyberwährung lassen sich reale Identitäten nicht ohne Weiteres ermitteln, beim Zufluss in (also Kauf) bzw. Zufluss aus (also Verkauf) der Währung über herkömmliche Zahlungsmittel (Bankkonto, Kreditkarte, Paypal etc.) hinweg schon.