Archiv der Kategorie: Linux

Update mit Composer

Hier eine kleine Anleitung, wie man Pakete, die mit composer installiert worden sind, auf den neuesten Stand bringt.

Wir wechseln in das Verzeichnis, in dem sich die Datei composer.json befindet. Wer nicht weiß, wo, der kann auch suchen:

sudo find / -name composer.json

Interessant, wo überall diese Dateien liegen, oder?

Das Updaten ist dann eher trivial.

Es gibt zwei wichtige Methode: das Updaten eines bestimmten Pakets:

composer update typo3/cms --with-all-dependencies # update nur von Typo3

Oder das Updaten aller Pakete:

composer update --with-all-dependencies

 

 

veraPDF auf Debian installieren

Für meinen Verlag benötige ich eine Möglichkeit, PDF-Dokumente von der Kommandozeile zu valieren. Dazu bietet sich das von der EU geförderte Projekt veraPDF an.

Aktuelle Pakete gibt es hier: http://docs.verapdf.org/install/

Hier eine kleine Schnellanleitung.

cd ~
wget http://downloads.verapdf.org/rel/verapdf-installer.zip
unzip verapdf-installer.zip
cd verapdf-greenfield-1.10.6 # oder welcher Ordner auch immer gerade erzeugt wurde
./verapdf-install #  alles per Default durchklicken, optionales ist unnötig

und noch ein Test, ob alles richtig installiert wurde

/home/juergen/verapdf/verapdf --version # je nachdem, wohin man installiert hat

veraPDF 1.10.6
Built: Thu Dec 28 11:58:00 CET 2017
Developed and released by the veraPDF Consortium.
Funded by the PREFORMA project.
Released under the GNU General Public License v3
and the Mozilla Public License v2 or later.

Und so prüft man jetzt ein PDF-File:

/home/juergen/verapdf/verapdf datei.pdf

nach einigen Sekunden gibt es eine SEHR detaillierte XML-Ausgabe, die hoffentlich so aussieht:

<?xml version=“1.0″ encoding=“utf-8″?>
<report>
<buildInformation>
<releaseDetails id=“core“ version=“1.10.2″ buildDate=“2017-11-30T12:47:00+01:00″></releaseDetails>
<releaseDetails id=“validation-model“ version=“1.10.5″ buildDate=“2017-12-28T11:51:00+01:00″></releaseDetails>
<releaseDetails id=“gui“ version=“1.10.6″ buildDate=“2017-12-28T11:58:00+01:00″></releaseDetails>
</buildInformation>
<jobs>
<job>
<item size=“370846″>
<name>datei.pdf</name>
</item>
<validationReport profileName=“PDF/A-1A validation profile“ statement=“PDF file is compliant with Validation Profile requirements.“ isCompliant=“true“>
<details passedRules=“107″ failedRules=“0″ passedChecks=“398094″ failedChecks=“0″></details>
</validationReport>
<duration start=“1519383704755″ finish=“1519383711678″>00:00:06.923</duration>
</job>
</jobs>
<batchSummary totalJobs=“1″ failedToParse=“0″ encrypted=“0″>
<validationReports compliant=“1″ nonCompliant=“0″ failedJobs=“0″>1</validationReports>
<featureReports failedJobs=“0″>0</featureReports>
<repairReports failedJobs=“0″>0</repairReports>
<duration start=“1519383704171″ finish=“1519383711717″>00:00:07.546</duration>
</batchSummary>
</report>

Und siehe da: failedRules=“0″

 

 

Connecting to security.debian.org dauert ewig?

sudo apt-get update

dauert ewig in der Ausführung und es hängt bei

Connecting to security.debian.org

Gut möglich, dass Debian versucht, sich mit IPv6 zu verbinden und ihr Netzwerk nur IPv4 bietet.

Versuchen Sie, Debian das penetrante IPv6 auszutreiben.

sudo nano /etc/default/grub

Suchen Sie die Zeile

GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT=“quiet“

und ersetzen Sie sie durch

GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT=“quiet ipv6.disable=1″

sudo update-grub
sudo reboot

Sie werden sehen, dass es jetzt bei

sudo apt-get update

nicht mehr hängt.

Ein Papierkorb für Samba

Der Papierkorb für Windows ist eine unleugbar nützliche Sache. Leider arbeitet er nicht mit Netzlaufwerken zusammen, die man zum Beispiel per Samba eingebunden hat.

Aber man kann für Samba selbst einen Papierkorb installieren und versehentlich gelöschte Dateien daraus retten.

Zunächst bearbeiten wir die Konfigurationsdatei von Samba.

sudo nano /etc/samba/smb.conf

Ans Ende des betreffenden Absatzes, der mit [NAME] startet, fügen wir etwas hinzu.

vfs object = recycle
recycle:repository = .recyclebin
recycle:keeptree = Yes
recycle:touch = Yes
recycle:versions = Yes
recycle:maxsixe = 0
recycle:exclude = *.tmp,*.temp,*.TMP,*.TEMP,*.log
recycle:excludedir = /recycle,/tmp,/temp,/TMP,/TEMP

Insgesamt sieht es (ungefähr) so aus:

[www]
path = /var/www/
public = yes
writable = yes
comment = smb share
printable = no
guest ok = yes
create mode = 0644
directory mode = 0755
force group = www-data
force user = www-data

vfs object = recycle
recycle:repository = .recyclebin
recycle:keeptree = Yes
recycle:touch = Yes
recycle:versions = Yes
recycle:maxsixe = 0
recycle:exclude = *.tmp,*.temp,*.TMP,*.TEMP,*.log
recycle:excludedir = /recycle,/tmp,/temp,/TMP,/TEMP

Die Einträge dürften sich größenteils von selbst erklären. Aber hier noch einmal eine kleine Erläuterung.

recycle:repository = .recyclebin

Das ist der Ordner, der uns als Papierkorb nutzen wird. Er wird beim ersten Löschvorgang mit den richtigen Rechten angelegt. Bei diesem Beispiel: /var/www/.recyclebin

recycle:keeptree = Yes

Die Ordnerstruktur wird in den Papierkorb übernommen. Kann nicht schaden, weil es die Suche einfacher gestaltet.

recycle:touch = Yes

Setzt den letzten Zugriffszeitpunkt auf das Löschdatum. Das ist wichtig, da beim automatischen Leeren eines zu vollen Papierkorbes zu alte, versehentlich gelöschte Dateien sofort entsorgt werden. Wer den Papierkorb nicht automatisch leert, der kann die Option auch weglassen.

recycle:versions = Yes

Für eine Versionierung namensgleicher Dateien.

recycle:maxsixe = 0

Ab welcher Dateigröße soll der Papierkorb nicht gelten und stattdessen sofort gelöscht werden. 0 steht für keine Beschränkung.

recycle:exclude = *.tmp,*.temp,*.TMP,*.TEMP,*.log

Welche Dateien sollen vom Papierkorb ausgeschlossen werden und stattdessen sofort gelöscht werden? Ich empfehle neben den üblichen Verdächtigen wie „tmp“ und „log“ auch Binärdateien, die immer Resultat von anderen Dateien sind, und somit aus der Quelle selbst rekonstruiert werden können. JPEG-Dateien kann man z.B. aus den Photoshop-Dateien wieder herstellen.

recycle:excludedir = /recycle,/tmp,/temp,/TMP,/TEMP

Welche Ordner sollen vom Papierkorb ausgeschlossen werden? Hier gelten anlog meine Anmerkungen zu oben. Mehr Einstellungsmöglichkeiten werden hier: https://www.samba.org/… erläutert.

Zum Schluss starten wir den Samba-Server neu

sudo /etc/init.d/samba restart

Von nun an sollten alle Dateien und Ordner im geteilten Verzeichnis vor versehentlichen Löschen geschützt sind. Sie finden Sie nun, samt Verzeichnisstruktur, unter /var/www/.recyclebin

Test

Bitte unbedingt testen, denn exotische Rechtevergabe kann auch dazu führen, dass der Papierkorb schlicht nicht funktioniert.

VORSICHT: Damit keine Missverständnisse aufkommen, es werden natürlich nur die Dateien in den Papierkorb befördert, die über Samba gelöscht werden, also bspw. von einem unvorsichtigen Windows-Nutzer. Dateien, die direkt über die Shell oder über Skripte gelöscht werden, bleiben davon unberührt und landen weiterhin im Unix-Nirvana.

Automatisches Leeren des Papierkorbes

Das erledigt natürlich cron für uns.

sudo crontab -e

Ans Ende setzen wir folgenden Eintrag für root:

01 00 * * * find /var/www/.recyclebin  -mindepth 1 -atime +7 -print -exec rm -rf {} \;

Dann werden täglich um 00:01 alle Dateien und Ordner im Papierkorb gelöscht, die älter als sieben Tag sind. Das “ -mindepth 1″ verhindert, dass der Papierkorb selbst gelöscht wird, wenn er älter als sieben Tage ist.

Danke

Mein Dank geht an http://blog.is-a-geek.org/… für die Anregungen.

Minibian – Raspberry PI – Installieren

Ziel: ein minimales Linux für einen kompletten (Web)server auf Basis eines Raspberry Pi

Quelle: https://minibianpi.wordpress.com/features/

Software: Win32DiskImagerPuTTY

Hardware: Raspberry Pi 2B (oder 3), SD Mikro Karte 32 GB (oder größer)

Netzwerk: (W)LAN-Router mit LAN-Anschluss

Image auf SD-Karte installieren

  • Download https://sourceforge.net/projects/minibian/
  • Das Image (Endung: img) entzippen und mit Win32DiskImager auf SD-Karte schreiben. Vorsicht, nicht aus Versehen einen falschen Laufwerksbuchstaben wählen.
  • SD-Karte auswerfen, in Raspberry Pi packen
  • Pi per LAN mit Router verbinden
  • Pi mit Strom versorgen und einige Minuten warten, bis der Name im Netzwerk bekannt ist

Mit Maschine verbinden

  • PuTTY starten und mit „minibian“ verbinden.
    • Login: root
    • Passwort: raspberry
passwd # Passwort ändern

Festplatte voll ausreizen

fdisk /dev/mmcblk0 # dann folgende Kommandos
  • p – Partitionen zeigen (i. d. R. zwei) – Startwert der zweiten, der Hauptpartition notieren (hier 125056)
  • d – zweite Partition löschen
  • n – neue Partition anlegen, Partition type: Primary, Partition number: 2, Startwert: 125056 (der notierte, NICHT der default Wert), Endwert: Default für volle Größe
  • p – überprüfen der Eingaben
  • w – schreiben der Partitionen (Fehlermeldung ignorieren)
reboot
resize2fs /dev/mmcblk0p2
df -h # sollte jetzt (nahezu) die volle Größe unter /dev/root/ belegt haben

Vorbereitungen

apt-get install sudo
adduser BENUTZER # besser nicht mit root arbeiten
usermod -aG sudo BENUTZER # packen wir ihn zur sudo-Gruppe
su - BENUTZER # das Minus-Zeichen, damit auch wirklich ein kompletter Wechsel stattfindet
sudo apt-get install nano # bloß kein vi

Bash-Tuning

sudo nano ~/.bashrc # folgendes ans Ende eintragen:

alias +=’pushd .‘
alias ..=’cd ..‘
alias …=’cd ../..‘
alias beep=’echo -en „\007″‚
alias dir=’ls -l‘
alias gzcat=’gunzip -c‘
alias l=’ls -alF‘
alias la=’ls -la‘
alias ll=’ls -la‘
alias ls=’/bin/ls $LS_OPTIONS‘
alias ls-l=’ls -l‘
alias md=’mkdir -p‘
alias o=’less‘
alias rd=’rmdir‘
alias rehash=’hash -r‘
alias rm=’rm -i‘
alias unzip=’tar xfvz‘
alias which=’type -p‘
alias zip=’tar cfvz‘

logout # wieder ausloggen und einloggen, damit das Bash-Tuning anschlägt
su - BENUTZER

Betriebssystem und Komponenten auf den neuesten Stand bringen

sudo apt-get -y update
sudo apt-get -y dist-upgrade # kann dauern
sudo apt-get -y autoremove
sudo apt-get -y autoclean
sudo apt-get install cpufrequtils
cpufreq-info # zeigt Informationen zur CPU an

Firmware updaten

sudo apt-get install rpi-update # nur für Raspberry
sudo rpi-update # nur für Raspberry, neue Firmware
sudo reboot #  neustart, kann etwas länger dauern, bis Rechner wieder gefunden wird

Benchmarks

Diese Befehle benötigt man natürlich nur, wenn man die aktuelle Rechenleistung mit anderen Systemen vergleichen möchte.

sudo apt-get install sysbench
sysbench --test=cpu --num-threads=4 run # CPU Test
sysbench --test=memory --memory-block-size=500MB --memory-total-size=10GB run # Speichertest
sysbench --test=fileio --file-total-size=20G prepare # Lese/Schreibtest benötigt ein File
sysbench --test=fileio --file-total-size=4G prepare #  viermal soviel wie RAM, kann dauern
sysbench --test=fileio --file-total-size=4G --file-test-mode=rndrw --init-rng=on --max-time=300 --max-requests=0 run # Kb/sec-Wert wichtig
sysbench --test=fileio --file-total-size=4G cleanup # und wieder entfernen

Sicherheitsupdates automatisieren

sudo apt-get -y update && sudo apt-get -y install cron-apt # kann dauern
sudo nano /etc/cron-apt/action.d/5-secupdates # neue Datei mit Inhalt:

upgrade -y -o APT::Get::Show-Upgraded=true

dann

sudo mkdir /etc/apt/sources.d
sudo nano /etc/apt/sources.d/security.sources.list # neue Datei mit Inhalt:

deb https://security.debian.org/ wheezy/updates main contrib non-free
deb-src https://security.debian.org/ wheezy/updates main contrib non-free

und

sudo nano /etc/cron-apt/config.d/5-secupdates # neue datei mit Inhalt:

OPTIONS=“-o quiet=1 -o Dir::Etc::SourceList=/etc/apt/sources.d/security.sources.list -o Dir::Etc::SourceParts=\“/dev/null\““

abschließend

sudo nano /etc/cron.d/cron-apt # zeiten anpassen, wenn gewünscht
sudo cron-apt -s # test, kann dauern
sudo cat /var/log/cron-apt/log # prüfen

LAMP

sudo groupadd www-data # eventuell schon vorhanden
sudo usermod -a -G www-data www-data
sudo apt-get install apache2 -y
sudo apt-get install php5 -y
sudo apt-get install mysql-server -y # passwörter für MySQL müssen erstellt werden
sudo a2enmod rewrite # mod_rewrite fuer URL-Manipulation
sudo service apache2 restart
sudo apt-get install php5-mysql phpmyadmin -y # dauert, verlangt MySQL-Passwort (s.o.), für apache2 und lighttpd einrichten

Webmin

sudo apt-get update
cd ~
wget http://prdownloads.sourceforge.net/webadmin/webmin_1.831_all.deb
sudo apt-get -y install perl libnet-ssleay-perl openssl libauthen-pam-perl libpam-runtime libio-pty-perl apt-show-versions python
sudo dpkg --install webmin_1.831_all.deb # dauert lang
rm webmin*l.deb -f
sudo reboot

Test im Browser:

http://minibian/

http://minibian/phpmyadmin (Benutzer: root, Passwort: siehe oben)

https://minibian:10000/